Kletterturm musste weg

Von: ess
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Der Kletterturm auf den Spielp
Der Kletterturm auf den Spielplatz an der Hauptstraße musste aus Sicherheitsgründen entfernt werde. Weil die Gemeinde für ein neues Spielgerät kein Geld hat, denkt die UWG über Sponsoring nach. Foto: Ernst Schneiders

Roetgen. Das Thema Spielplätze ist in Roetgen oft emotionsgeladen diskutiert worden. Man erinnere sich nur an die Debatte über den Verkauf eine Parzelle am Ahornweg, auf der ein Spielplatz eingerichtet war. Nun geht es in die nächste Runde. Das Geld für den Spielplatz an der Hauptstraße fehlt.

Über dieses Grundstück wollte eine private Investorin dahinter liegendes Bauland erschließen. Es gab einen Riesenaufmarsch von Kindern und ihren Eltern und wenig später in nichtöffentlicher Ratssitzung tumultartige Szenen. Das jedenfalls berichteten verschiedene Quellen übereinstimmend.

SPD und UWG mussten sich damals von den anderen Fraktionen anhören, sie würden Kinderspielplätze verscherbeln. Die Gemeinde hat der Käuferin die Parzelle zwar angeboten, ihr aber wenig später, ebenfalls per Ratsbeschluss, mitgeteilt, dass man ihre keine Baugenehmigung erteilen werde. Damit ist das Thema Ahornweg vom Tisch, nicht aber das Thema Spielplätze.

Diesmal sind es die seinerzeit so arg gescholtenen Unabhängigen, die sich für einen Spielplatz stark machen, „wenn es denn eine vernünftige Sache ist”, wie UWG-Fraktionsvorsitzende Silvia Bourceau erklärte. Es geht um den so genannten Hauptspielplatz der Gemeinde an der Hauptstraße, gleich neben der Kita „Wackelzahn”, die ihr eigenes Spielgelände hat.

Auf dem Spielplatz der Gemeinde stand ein Kletterturm, mit Rutsche und so weiter, bei den Kleinen sehr beliebt. Der Zahn der Zeit nagte auch an diesem Spielgerät. Die Pfosten, auf denen es stand, wurden allmählich morsch. Keine Frage, der Spielturm wurde aus Sicherheitsgründen entfernt. Indes, einen neuen gibt es nicht, weil die Gemeinde in ihrem Nothaushalt das Geld dafür nicht hat.

Am Pferdeweiher mit seiner 230.000 Euro teuren Wanderstation werde in unmittelbarer Nähe zum B 258 ein neues Spielgerät installiert, ereifert sich Silvia Bourceau. Da hätte man die rund 20.000 Euro doch besser an der Hauptstraße investiert, statt an der stark befahrenen Bundesstraße, so die UWG-Fraktionschefin:

„An der Bundesstraße ist Geld für ein neues Spielgerät da, an der Hauptstraße nicht.” Aber genau so ist es, wie Hubert Pauls, Leiter des Bauamts, auf Anfrage bestätigte. Das Geld für das Spielgerät am Pferdeweiher habe im Haushalt bereitgestanden. An der Hauptstraße hätte es sich um eine Ersatzbeschaffung gehandelt. Pauls: „Dafür haben wir im Haushalt kein Geld.”

Weil die UWG so etwas aber schon in der Nase hatte, will sie sich nach den Sommerferien mit möglichen Geldgebern und Eltern zusammensetzen, um über Sponsoring für den Spielplatz an der Hauptstraße zu sprechen.
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