Imgenbroich - Kleine Wünsche am Weihnachtsbaum

Kleine Wünsche am Weihnachtsbaum

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
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Alle Wünsche erfüllt: Die Gruppe „Mühlchen“ des Agnesheimes in Monschau fand sich auch in diesem Jahr wieder zur Bescherung im Rahmen der Wunschbaumaktion im Frisiersalon „Le Coiffeur“ in Imgenbroich ein. Foto: P. Stollenwerk

Imgenbroich. Schon viele Wochen vor dem Fest schmückte ein Weihnachtsbaum den Frisiersalon „Le Coiffeur“ in Imgenbroich. Am Baum baumelten neben Kugeln und Kerzen auch rund ein Dutzend Weihnachtssterne.

Hierauf waren kleine Wünsche notiert, die von den Kunden in den vergangenen Wochen erfüllt wurden. So türmte sich mit der Zeit ein kleiner Berg von Geschenkpaketen auf, die am Tag vor Heiligabend ihre Bestimmung fanden.

Unterstützung vor Ort

Zum 4. Mal hatte Friseurmeisterin Katharina Göllnitz zu einer Wunschbaumaktion für die jungen Bewohner des Agnesheimes in Monschau aufgerufen. Diese hatten ihre Wünsche auf die Sterne notiert, die auch alle in Erfüllung gingen.

Zur Bescherung fanden sich jetzt die elf Bewohner der Gruppe „Mühlchen“ in der Eschbachstraße ein. Hier hat das Stolberger Agnesheim eine zweite Einrichtung in Monschau bezogen. Im ehemaligen Pfarrhaus sind seit August 2015 in einem sogenannten Mischkonzept neben Kindern, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihren Herkunftsfamilien leben können, auch sechs unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht. Zwei weitere junge Männer leben in einem angegliederten Trainingsappartment, wo sie auf den Wechsel in ein eigenständiges Leben vorbereitet werden, wie Heimleiter Torsten Friedrich-Thomé erläutert.

In einer weiteren Außenwohngruppe an der Laufenstraße, die bereits 2009 bezogen wurde, leben sieben Kinder.

Die Kundschaft des Frisiersalons hatte neben den Geschenken auch noch rund 100 Euro im Zuge der Weihnachtsaktion gespendet, was Katharina Göllnitz in ihrer Idee bestätigt. Sie möchte gezielt eine regionale Einrichtung vor Ort unterstützen. „Die Kunden finden es gut, dass sie genau wissen, wo ihre Unterstützung landet.“ Bücher, CDs, Kosmetikartikel und Deko waren liebevoll verpackt und wurden von den Bewohnern freudestrahlend entgegengenommen.

Nach der Bescherung wurde dann in der Eschbachstraße gefeiert, wo zum zweiten Mal ein interkulturelles Weihnachtsfest stattfand.

Torsten Friedrich-Thomé erwähnt auch, dass die aktuellen Ereignisse der Terroranschläge die in der Wohngruppe untergebrachten Flüchtlinge stark beschäftige und Entsetzen ausgelöst haben. Die jungen Leute entwickelten ein besonders Gespür für die Situation und thematisierten auch ihre konkreten Empfindungen, dass die Bürger ihnen gegenüber häufig angespannt und verunsichert reagierten. Wie man dieser schwierigen Stimmungslage entgegenwirken könne, sei ein großes Thema in der Gruppe.

Enge Verbindung geknüpft

Am Ende des Besuches in Imgenbroich freute sich Katharina Göllnitz, dass sie mit ihrer Weihnachtsaktion auch diesmal wieder ein klein wenig Freude bereiten konnte. Ihre Verbindung zum Agnesheim ist mit den Jahren immer enger geworden. Die jungen Bewohner erhalten im Geschäft nicht nur einen Haarschnitt zum Vorzugspreis; inzwischen wird auch ein 15-jähriges Mädchen aus der Gruppe als Praktikantin beschäftigt.

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