Klassik: Eine zweite Chance für die „Zauberflöte”

Von: P. St.
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Nichts ging mehr: Anhaltender Regen stoppte den Auftakt der Jubiläums-Klassik auf der Burg Monschau. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Eine intensive Regenfront erzwang bei der Premiere der zehnten Klassik-Festspiele auf der Monschauer Burg den Abbruch der Oper „Zauberflöte” von Wolfgang Amadeus Mozart, ehe die Aufführung überhaupt begonnen hatte. Es wurde ein Ersatztermin für Montag, 10. August, 20.30 Uhr, festgelegt.

Bis zuletzt hofften die Organisatoren, dass die auf dem Radar erkennbare Regenfront bis zum Konzertbeginn über Monschau hinweggezogen wäre.

So hatte man den Beginn der Veranstaltung auf 21 Uhr verschoben.

Obwohl sich die Stars um das Plovdiv-Philharmonic-Orchestra zum Auftritt bereit erklärten, erzwang das anhaltende Unwetter um 21.10 Uhr den Abbruch. Zudem äußerte eine Gruppe von rund 20 Gästen lautstarke Missfallensäußerungen und forderte den Abbruch.

Richtige Entscheidung

Auch wenn der Starkregen gegen 22 Uhr beendet war, zeigten anhaltendes Donnergrollen und Gewitter, dass die Entscheidung, nicht zu spielen, richtig war.

Die Karten für die Auftaktveranstaltung behalten für die Veranstaltung am Montag (20.30 Uhr) ihre Gültigkeit.

Man geht sogar einen Schritt weiter: Ersatzweise konnten die Kartenbesitzer auch zwischen weiteren Veranstaltungen wählen. Umtausch-Möglichkeiten bestanden für die beiden anderen Veranstaltungen am Samstag und Sonntag, wie auch für das kommende Festspiel-Wochenende „Carmen” (14. August) oder „Carmina Burana” (15. August). So weit verfügbar, werden die Karten entsprechend umgetauscht.

Weitere Informationen zu den Formalitäten gibt es bei der Monschau-Touristik unter Tel. 02472/80480.

Helmut Lanio vom Veranstalter-Team blickte noch einmal auf das dramatische Wettergeschehen am Freitagabend zurück: „Wir haben alles versucht, um die Veranstaltung zu retten.”

In diesem Zusammenhang gilt sein besonderes Lob auch der Feuerwehr Monschau unter Einsatzleitung von Falk Claßen, die besonnen und angemessen auf das Geschehen reagierte. Am Samstag fanden sich bereits Dutzende von regengeschädigten Gästen in der Monschau-Touristik ein. Die hier angebotenen großzügigen Ersatz-Angebote des Veranstalters wurde ausdrücklich positiv aufgenommen.

Pech für den Minister

Pech auf der Burg hatte auch NRW-Bauminister Lutz Lienenkämper, der vor den rund 1300 Gästen eigentlich in Vertretung des Schirmherrn, Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, die offizielle Eröffnung des Festspiele vornehmen wollte.

Der Minister hat ebenfalls schon eine Ersatz-Aufführung gefunden: Er wird der Abschlussveranstaltung am kommenden Sonntag, 16. August beiwohnen Dann steht die Verdi-Gala auf dem Programm.
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