Einruhr - Klare Festlegungen für das Bauen in Einruhr getroffen

Klare Festlegungen für das Bauen in Einruhr getroffen

Von: Mü
Letzte Aktualisierung:

Einruhr. Wieder einmal ging es im Simmerather Planungsausschuss um den Bebauungsplan für Einruhr, genauer: Um die Anregungen, die während der Offenlage eingebracht worden waren.

Dabei hatte man den Plan zweckmäßig in zwei Bereiche unterteilt, weil die textlichen Festsetzungen die beiden Bereiche mit unterschiedlicher Härte treffen.

Entsprechend auch hatte eine Bürgerin beantragt, ihr Grundstück wieder dem Geltungsbereich „A” zuzuordnen, wo es auch ursprünglich zu finden war. Dem stimmte der Planungsausschuss zu. Sie hatte dazu verwundert feststellen müssen, dass der Plan für den Geltungsbereich „B” (oberhalb der Wollseifener Straße ) einige Einschränkungen aufwies, die bei der Vorstellung des Plans nicht angesprochen worden waren. Und ähnliches hatte auch CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer festgestellt.

Nur den Bereich B trifft so eine Festlegung, wonach je Einzelhaus höchstens drei Wohneinheiten zulässig sein sollten, je Doppelhaushälfte höchstens zwei. Doch die Zahl der Wohnungseinheiten beeinflusst nicht das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes, und gerade in einem Fremdenverkehrsort sei es doch sinnvoll, statt zwei Wohnungen mit 120 Quadratmetern Wohnfläche auch mehrere kleinere Wohneinheiten in einem Haus unterzubringen. Dem schloss sich der Ausschuss an, beschloss, bei der Zahl der Wohneinheiten je Haus wie für den Bereich „A” auch für für „B” keine Festlegung zu treffen.

Kompromiss beim Doppelhaus

Keine Einwendungen gab es dagegen, dass ein Einzelhaus höchstens 16 Meter breit sein dürfte. Unverständlich blieb dem Ausschuss dagegen, weshalb die Breite je Doppelhaus auf zehn Meter beschränkt werden solle, nachdem bei der öffentlichen Vorstellung noch von einer Gesamtbreite von 20 Metern ausgegangen worden war. Grund für die Beschränkung auf maximal 10 Meter war aus der Sicht der Planer, dass sonst der erste Bauherr ein 15 Meter breites Haus bauen könne, für die zweite Doppelhaushälfte blieben dann nur noch fünf Meter. Doch die Mitglieder setzten auf den guten Willen der Bauherren, privatrechtlich zum Einvernehmen zu kommen, ließen die Festlegung auf zehn Meter Breite je Doppelhaushälfte dennoch passieren, nachdem die Verwaltung versichert hatte, Sonderfälle über Befreiungen von den Festsetzungen regeln zu können.

Strittig blieb im Ausschuss, was bei Einfriedungen als ortstypisch anzusehen sei, vor allem Hermann-Josef Bongard von der FDP sah auch bis zu 80 Zentimeter hohe Bruchsteinmauern als ortstypisch an. Doch nachdem auch anderenorts bereits als Einfriedungen nur Zäune und Hecken zulässig seien, blieb es nach der Devise „gleiches Recht für alle” bei der Beschränkung, wobei bei den Zäunen sowohl Jägerzäune wie auch die „Bonanzazäune” ausgenommen bleiben. Allerdings gilt für schon stehende Anlagen Bestandsschutz.

Schließlich wurde dem Rat empfohlen den Bebauungsplan als Satzung zu beschließen. Allerdings gab es bei den Gestaltungssatzung Widerspruch: FDP und UWG stimmten dagegen, die SPD enthielt sich der Stimme.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert