Kitas Eicherscheid und Dedenborn feiern Jubiläum

Von: M.S.
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Beate Mallems-Gerasch (links) und ihre Kollegin Heike Hamacher (rechts) freuen sich auf die Feier zum 20-jährigen Bestehen der Kita „Feldfrüchtchen“ in Dedenborn. Foto: Manfred Schmitz

Eicherscheid/Dedenborn. Eicherscheid und Dedenborn haben etwas zu feiern: Der Kindergarten „Brummkreisel“ in Eicherscheid wird stolze 40 Jahre alt und die Dedenborner Kindertagesstätte „Feldfrüchtchen“ feiert ihr 20-jähriges Bestehen.

Die Feier in Eicherscheid ist am Sonntag, 24. Mai, ab 11 Uhr, das „20–Jährige“ wird in Dedenborn bereits am Samstag, 10. Mai, in gebührender Weise zelebriert.

Heike Hoff ist Verbundleiterin beider sozialpädagogischen Einrichtungen, die didaktische Verantwortung in Dedenborn trägt Beate Mallems–Gerasch.

Bilder aus der Gründungszeit

Die Altersstruktur der momentan zwölf kleinen Besucher in Dedenborn schwankt zischen einem und drei Jahren. Für das kommende Jahr erwartet Mallems–Gerasch eine Belegstärke von bis zu 18 Kindern. Sie und ihre Gäste erwartet ein reiches Jubiläumsprogramm. Ein Video zeigt anschaulich Szenen aus der Gründungsphase des Hortes „Auf den Feldern“, Bobbycars flitzen um die Wette, das Kasperle, eine vorbildliche Elterninitiative, bittet um 16.30 Uhr zur lustigen Vorstellung. Selbstredend werden dem großen und kleinen Publikum Waffeln und Grillwurst serviert.

„Unsere Kita hat sich dem veränderten Bedarf und den Ansprüchen der Nutzer hervorragend angepasst und ist für die Zukunft gerüstet“, bilanziert die seit fast zehn Jahre amtierende Leiterin.

Als damals noch namenloser Kindergarten der Gemeinde Simmerath wurde die Bildungseinrichtung in Eicherscheid mit 30 Mädchen und Jungen im Alter von drei bis sechs Jahren gegründet. Bereist im Eröffnungsherbst 1974, weist Heike Hoffs Statistik aus, wurde diese zweizügig betrieben. „1993“, blättert sie in der Chronik, „ging die Trägerschaft unseres Hauses von der Kommune Simmerath an den Kreis Aachen, inzwischen Städteregion, über.“

Unterdessen wuchs die Schar der zu betreuenden Schützlinge auf zwei Gruppen zu je 30 Kindern, eine weitere Riege wurde mit 25 Kleinen belegt. Heike Hoffs kollegiale Mannschaft besteht aus versiertem Fachpersonal, vier Erzieherinnen, zwei Ergänzungskräften und einer Berufspraktikantin (Ingeborg Bongard, Walpurga Kockler, Theresa Krämer, Brigitta Nießen, Ulla Walther und Janna Zohren).

Seit 2008 wird die Aufnahme und Betreuung der Altersstufe U 3 angeboten. 2009 war die Geburtsstunde des Über–Mittag-Kindergartens ein weiterer wichtiger Schritt zu einer zeitgemäßen Kinderbetreuung. Die Kleinen essen hier eine warme Mahlzeit, bevor sie sich um 14.30 Uhr auf den Heimweg machen.

Seit 2012 ist der „Brummkreisel“ als Ganztageseinrichtung von 7 bis 16 Uhr geöffnet, im gleichen Jahr entstand der Verbund mit der Schwester–Kita „Feldfrüchtchen“. „Es ist unser Ziel, dank dieser Kooperation alle Zwei– bis Sechsjährigen mit einem Kindergartenplatz zu versorgen“, lautet Heike Hoffs oberstes „Unternehmensziel“.

Ziele haben sich verändert

Apropos Ziele: Hoff weist auf einen gravierenden Wandel in Lehr– und Lerninhalten der von ihr geführten Häuser hin: „Wir entfernen uns von reiner Betreuung und Beaufsichtigung und wenden uns zunehmend wichtigen Bildungsaufgaben zu. So arbeiten wir nach einem von der Städteregion entwickelten Bildungskonzept, dessen Auftrag an uns Sozialpädagogen lautet: Auf dem Weg in die Welt von morgen.“

Aus diesem Leitgedanken entwickelten sich zwei Themenschwerpunkte, berichtet Hoff. Zum einen stehe „Leben mit der Natur und ihren Geschöpfen“ im pädagogisch–therapeutischen Fokus, andererseits die Vermittlung von Musik, die für Gesundheit und Menschliches unerlässlich sei. So spiele die täglich artikulierte Lebensfreude der jungen Besucher eine wesentliche Rolle: „Wir genießen das Leben inmitten unserer herrlichen Eifelheimat mit ihrer paradiesischen Natur. Darum sollen alle erfahren, wie schützens– und erhaltenswert die Tier- und Pflanzenwelt ist. Deshalb wollen wir recht viel von und über die Natur lernen“, sagt die Leiterin.

Intensive Trainingseinheiten in Sprachentwicklung, Übungen in Grob- und Feinmotorik werden wegen der naturkundlichen Fächer natürlich nicht vernachlässigt. Alle Bildungsbereiche und Sinne der Kinder sollen in der Tagesstätte angesprochen werden. Musik präge den Tagesrhythmus, berichtet Verbundleiterin Hoff. Einmal wöchentlich probt zum Beispiel ein Kinderchor, der regen Zuspruch findet. Die Kinder führen Rollenspiele auf, studieren Tanzchoreographien ein und bauen sogar ihre Rhythmik-Instrumente aus Naturmaterialien meist selbst.

Zum großen Jubiläumsfest erwarten die Leiterin und ihr Kollegium 450 Besucher, für deren leibliches Wohl gesorgt ist. Um 14 Uhr wird die renommierte Würselener Puppenbühne „Lilli“ den Vorhang zur Theatervorstellung aufziehen, danach hat das Imgenbroicher Tanzensemble „Dash“ seien großen Auftritt. Immerhin ist diese athletische Truppe Deutscher Hip-Hop-Meister: „Nicht wenige unserer ehemaligen Eicherscheider Kinder gehören als junge Erwachsene nun zu dieser erfolgreichen Tanztruppe“, erzählt Heike Hoff ein wenig stolz.

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