Roetgen - Kita-Neubau: Warum plötzlich die Eile?

Kita-Neubau: Warum plötzlich die Eile?

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Roetgen. Die Eile, die jetzt plötzlich beim Bau der neuen AWO-Kindertagesstätte in Roetgen an den Tag gelegt wird, verwundert Christa Heners, Ratsfrau der Grünen, doch sehr.

In ihrer Stellungnahme schreibt sie: „Seit vor knapp einem Jahr, kurz vor der Kommunalwahl, der Bürgermeister bekannt gab, dass der geplante AWO-Kindergartenneubau auf dem ehemaligen Bauhof an der Mittelstraße erfolgen werde, fordern die Grünen eine öffentliche Diskussion um den Standort. Diese wurde vom Bürgermeister zurückgewiesen mit der Begründung, die Städteregion sei zuständig für den Bau der Kita und die Roetgener Gemeindeentwicklungsgesellschaft für das Grundstück. Der Rat werde im Bebauungsplanverfahren beteiligt.

Jetzt plötzlich ist Eile geboten und wir haben keine Möglichkeit, ohne Zeitnot nach einer geeigneten Alternative zu suchen bzw. uns mit dem Altlastenproblem zu befassen. Nicht nur für Wolfgang Schruff (von der CDU. Die Red.), auch für die Grünen-Fraktion haben der Standort und das Grundstück viele Nachteile, weshalb wir den Bebauungsplan auch abgelehnt haben.

Der Hol- und Bringverkehr der Kinder wird zu erheblichen Engpässen und möglicherweise auch Gefährdungen führen, denn bereits durch die gegenüber liegende Privatschule Conventz ist der Straßenbereich vorbelastet.

Äpfel nicht zum Essen da?

Mit dem geplanten Standort befinden sich alle Roetgener Kindergärten in Zentrumsnähe, im gesamten südlichen Ortsteil gibt es keinen Kindergarten in fußläufiger Entfernung. Das Grundstück ist zu schmal und zu klein, so dass das Gebäude nicht eingeschossig sein kann und das Grundstück stark dominieren wird. Die drei das Ortsbild prägenden Linden an der Mittelstraße werden dem Bau zum Opfer fallen.

Die vermutete und jetzt auch bestätigte Bodenbelastung ist für einen Kindergarten sehr ungeeignet. Selbst wenn oberflächlich unbelasteter Boden aufgebracht wird und die Kinder mit ihren Sandschaufeln die Grabesperre nicht durchdringen werden, sind Gefährdungen nicht auszuschließen. Was ist z.B. mit Bäumen, die angepflanzt werden?

Die Äpfel vom eigenen Apfelbaum wären wohl nicht zum Essen geeignet.

Wieder einmal mehr beweist Bürgermeister Manfred Eis sein politisches Ungeschick. Anstatt die Ratsleute zu informieren, mit ihnen die Problemlage zu erörtern und um Unterstützung zu werben, versucht er mal wieder die Politik zu umgehen und sie so spät wie möglich vor vollendete Tatsachen zu stellen. Das spricht nicht für eine lösungsorientierte Kooperation mit dem Rat.”
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