Monschau - Kirchengemeinde Monschauer Land stellt „Refugium” in der Altstadt vor

Kirchengemeinde Monschauer Land stellt „Refugium” in der Altstadt vor

Von: P. St.
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Zu Gast bei der evangelischen
Zu Gast bei der evangelischen Kirchengemeinde Monschauer Land: Präses Nikolaus Schneider (Mi.) mit Pfarrer Jens-Peter Bentzin und Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter.

Monschau. „Ich komme wieder”, versprach Nikolaus Schneider, der Präses der evangelischen Kirche im Rheinland, am Donnerstagnachmittag der Monschauer Bürgermeisterin Margareta Ritter, als man sich vor dem Haus Troistorff verabschiedete.

Gerne wiedersehen würde auch die evangelische Kirchengemeinde Monschauer ihren obersten Repräsentanten im Rheinland, um ihr ehrgeiziges Konzept von einem innovativen Gemeindezentrum im Herzen der Altstadt Monschau voranzutreiben.

Nikolaus Schneider, der auch Ratsvorsitzender der evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) ist, nahm mit Interesse und offenen Ohren die Ideen aus Monschau mit. Im Anschluss an seinen gut zweistündigen Besuch, dem auch noch drei weitere Stationen im Kirchenkreis Aachen vorangegangen waren, äußerte sich der Präses zuversichtlich zur Umsetzung der Pläne zu einem „Refugium”.

Schneider sprach von einem „einzigartigen Ort”. Mit den Plänen, hier ein für alle Menschen offenes Konzept umzusetzen, habe die evangelische Kirche vor Ort nicht nur die Möglichkeit, für die Zukunft ihren Standort zu festigen, sondern diese Planung sei auch ein gutes Beispiel dafür, „wie sich Kirche mitten in der Stadt zu den Menschen hinwendet”.

Nun gilt es nur noch, auch eine Konzeption für die geschätzten 4,5 Millionen Euro Umbaukosten für das alte Tuchmacherhaus direkt neben der evangelischen Kirche zu finden.

Auch in diesem Punkt, so scheint es, ist eine Annäherung nicht ausgeschlossen, wie zuvor bei einem Empfang im Haus Troistorff, verbunden mit einem Eintrag ins goldene Buch der Stadt Monschau, deutlich wurde.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg sah eine Chance in einer „kombinierten finanziellen Hilfestellung”, bestehend aus Kirche, Städteregion und Bund. Er bezeichnete es als „wunderbar”, wenn es gelingen würde, zum Lutherjahr 2017 das neue Refugium”zu eröffnen. Der Faszination der vorliegenden Planung könne man sich nicht entziehen.

Etschenberg stellte auch heraus, wie sehr die Monschauer Stadtgeschichte von den evangelischen Christen geprägt worden sei. Im übrigen sei die Ökumene bereits in Monschau praktiziert worden, als dies noch nicht allgemein üblich gewesen sei. Etschenberg: „Die Christen vor Ort sind manchmal schon einen Schritt weiter.”

Selbstbewusst und geografisch korrekt nennt die Kirchengemeinde ihr Konzept „In der Mitte evangelisch”. Das Gemeindehaus, erbaut 1618/19, und der angebaute Pavillon aus dem Jahr 1954 sind beides Baudenkmäler ihrer Zeit und sollen neue Funktionen als offenen Raum für alle Menschen erhalten. Eine evangelische Herberge mit 14 Gästezimmern, ein evangelisches Café und einen Raum für Begegnung sieht das Konzept vor.

Pfarrer Jens-Peter Bentzin, der Präses Schneider sowie als weiteren Gast Hans-Peter Bruckhoff, den Superintendenten des Kirchenkreises Aachen, ausführlich bei einem Rundgang über die Absichten der Kirchengemeinde Monschauer Land informierte, sah im Refugium auch einen Auftrag als Kirche, da praktisch jeder Monschau-Tourist mindestens zweimal an der evangelischen Kirche vorbeigehe. „Ich glaube, wir können hier einen ganz besonderen Ort schaffen, von dem jeder etwas mitnehmen kann.”

Eine Realisierung des Projektes scheint auch für Nikolaus Schneider trotz der hohen Kosten greifbar, erinnerte er doch an ein Bibelwort, das da lautet: „Suchet der Stadt Bestes!” Dieses Zitat könne man auch ein wenig abwandeln und es als Auftrag verstehen: „Suchet, wo es Geld gibt zum Besten der Stadt!”

Ein Anfang im Gesamt-Ensemble ist bereits gemacht. In dieser Woche wurde mit der Dach- und Dachstuhlsanierung der evangelischen Pfarrkirche begonnen, die wegen der Gefahr der herabfallenden Stuckdecke seit anderthalb Jahren bereits geschlossen ist. Die Finanzierung dieses ersten Bauabschnittes mit gut 500 000 Euro ist gesichert.
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