Kirchenchöre in Roetgen und Rott: Sänger warten auf ihren Leiter

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Die Kirchenchöre aus Roetgen und Rott: Helga Backhaus (vordere Reihe, 3. von rechts) und Christel Dressen (rechts außen) setzen weiter auf ihre bewährten Teams. Foto: Günther Sander

Roetgen/Rott. Nicht nur Mitgliederschwund und Nachwuchsprobleme sind es, die den beiden katholischen Kirchenchören St. Hubertus (Roetgen) und St. Antonius (Rott) große Sorgen bereiten. Seit vier Monaten hängen die Chöre völlig in der Luft, niemand kann Auskunft darüber geben, ob ihr Chorleiter Friedhelm Schütz „wieder kommen und ob er bleiben werde.“

Sorgenvolle Gesichter und ernste Mienen bei Helga Backhaus (Vorsitzende Roetgen) und Christel Dressen (Vorsitzende Rott) in der gemeinsamen Jahreshauptversammlung im Roetgener Pfarrheim. „Ich bin so froh, Euch alle hier zu sehen“, begrüßte Backhaus die Sängerinnen und Sänger und bedankte sich für das Mitwirken im vergangenen Jahr.

Weniger erfreut hingegen zeigte sie sich über das Fehlen von Chorleiter Friedhelm Schütz. „Ich weiß nicht was ist und wo er ist“, meinte Helga Backhaus ratlos. Langsam aber werde es Zeit, sich mit dem Problem auseinanderzusetzen, schließlich wolle man endlich wissen, wie es mit beiden Chören in der Zukunft weiter gehen soll und wird.

„Es muss weiter gehen“, waren sich Backhaus und Dressen einig, gut wäre es auch, wenn man „Ersatz“ gestellt bekäme. Beide ließen anklingen, dass es „korrekt und fair wäre“, konkrete Informationen über die Gründe und das Ausbleiben des Chorleiters zu bekommen. Es wirke sich negativ auf die Chöre aus, wenn sie regelrecht „in der Luft hängen“ und nicht wissen, was auf sie zukommen werde.

Fakt ist aber: „Wir müssen und werden auch in Zukunft präsent bleiben“, versicherte Helga Backhaus. Nach vier Monaten „Fehlen“ wäre es an der Zeit, nach einer Lösung zu suchen, um existent zu bleiben. „Wir werden die Augen offen halten und uns über die Pfarre absichern“, gaben Backhaus und Dressen zu verstehen.

Vor 14 Jahren noch 98 Aktive

Beide wünschen sich sehnlichst Nachwuchs für ihre Chöre, denn damit sei es nicht so rosig bestellt. Helga Backhaus bilanzierte den Mitgliederstand für Roetgen auf derzeit nur noch 46 Sängerinnen und Sänger, sie schwärmte von den Zeiten vor 14 Jahren. „Als ich das Vorstandsamt übernommen habe, waren 98 Damen und Herren zur Stelle.“ Permanent sei der Mitgliederschwund „vorangegangen.“ 2008 waren noch 74 Getreue dabei. In Rott hat Christel Dressen weitaus weniger vorzuweisen, gerade mal zehn Sängerinnen und Sänger zählt der St.-Antonius-Kirchenchor.

Aber es gab auch Positives zu berichten. Christel Dressen erstattete den Protokollbericht der letzten Versammlung und bilanzierte das Wirken des Chores 2014.

Einen Ausblick auf Veranstaltungen für dieses Jahr umriss Helga Backhaus. Der Terminkalender sei reichlich bestückt, er beinhalte Auftritte, Konzerte, aber auch die gesellige Seite werde nicht zu kurz kommen, war zu hören. Auftakt ist am 8. Mai in der Marienkapelle die musikalische Unterstützung bei der Maiandacht.

Am 13. Juni ist man beim Patrozinium in Rott dabei, Pfingstmontag in Roetgen und am 13. September bei der Quirinusoktav in Rott. Unklar sei noch, wie es in diesem Jahr um die Fronleichnamsprozession bestellt sei. Auf jeden Fall werde man das Cäcilienfest am 2. November feiern und das Patrozinium in St. Hubertus am 8. November.

„Wir wollen so oft wie möglich gesanglich wirken, wir müssen präsent bleiben“, ermunterte Helga Backhaus.

Bei den abschließenden Neuwahlen gab es ein einstimmiges Votum für die beiden bisherigen Gremien. St. Hubertus Roetgen: Helga Backhaus (Vorsitzende), Inge Tappert (zweite Vorsitzende), Christa Huppertz (Schriftführerin), Ursula Marx (Kassiererin) Franz-Rudolf Huppertz (Notenwart).

Die Kasse prüfen Mathilde Moosmayer und Renate Schmitz. Der Rotter Chor werde von einem „Team“ geleitet, das sich die Aufgaben teile, so Christel Dressen. Dieses Quartett besteht aus Christel Dressen, Irmgard Kuhn, Hubert Gerards, Karin Abels.

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