Höfen - Kirchen werden nicht angetastet

Kirchen werden nicht angetastet

Von: fm
Letzte Aktualisierung:
Die Lyra Höfen lockerte mit i
Die Lyra Höfen lockerte mit ihren Beiträgen die Stimmung beim Neujahrsempfang des Pfarrverbundes auf. Foto Franz Mertens Foto: Franz Mertens

Höfen. Die Gemeinschaft der Gemeinden Kalterherberg, Höfen und Rohren lädt regelmäßig zu Beginn des neuen Jahres zum Neujahrsempfang ein. In diesem Jahr hatte die Höfener Pfarre St. Michael diese Aufgabe übernommen.

Vor dem Empfang trafen sich die Gläubigen zum gemeinsamen Gottesdienst in der Pfarrkirche. Die Messfeier gestalteten die Höfener Sternsinger mit. Sie waren in den letzten Tagen ausgezogen, um für Kinder in Not in Lateinamerika Spenden zu sammeln. Am Ende des Gottesdienst dankte Pastor Karl-Heinz Stoffels den Kindern für ihren uneigennützigen Einsatz. Durch deren Engagement war die stolze Summe von 1700 Euro für die Aktion Kinder in Not zusammen gekommen. Nach dem Schlusssegen lud Pfarrer Stoffels die Gläubigen zum Empfang in die Vereinshalle ein.

Ortsvorsteher Peter Theißen eröffnete die Empfang als Hausherr. Er sprach sich dafür aus, die bestehende Tradition auf jeden Fall fortzuführen. Sie sei jedes Mal Anlass, sich in Gesprächen auf das neue Jahr einzulassen. Zu diesen Gesprächen finden regelmäßig Vertreter aus den kirchlichen Einrichtungen und aus dem öffentlichen Leben der Stadt Monschau zusammen.

Pfarrer Stoffels betonte anschließend, es gehe heute darum zusammen zu wachsen und über den eigenen Kirchturm zu schauen. Die Vereine hätten dazu schon die Initiative ergriffen. Sie könnten für die Kirche Vorbild sein. In den Städten seien bereits zu neuen größeren Einheiten zusammengefasst worden.

In der Eifel herrsche noch lebendiges Leben in den Gemeinden. Aber auch hier seien die Gemeinden auf Zusammenarbeit angewiesen. Es sei schmerzhaft, Teile der Eigenständigkeit aufzugeben und sich auf Neues einzulassen.

Das Gebäudemanagement werden die Pfarren in diesem Jahr ganz besonders in den Blick nehmen müssen, betonte Pfarrer Stoffels. Dabei kämen alle kirchlichen Immobilien auf den Prüfstand. Es stehe die Frage im Vordergrund, was wir in den Gemeinden wirklich brauchen. Vieles werde auch von anderen genutzt und genieße daher einen besonderen Stellenwert. Alle Kirchen seien vom Gebäudemanagement ausgenommen. Sie blieben auf jeden Fall in ihrem Bestand unangetastet. Kirche müsse auf das notwendige Maß reduziert werden. Die Kirche sei auf dem Weg dorthin.

Ein wichtiges Thema war für Pfarrer Stoffels auch die vielen Kirchenaustritte nach dem Missbrauchsskandal. Viele hätten darin nur ihre schon länger negative Wahrnehmung der Kirche bestätigt gesehen und als Konsequenz den Austritt aus der Kirche gewählt. Man müsse aber auf das Fundament der Kirche schauen und sich als Christ fragen, wie der Glaube heute nach draußen getragen werden könne. Dazu sei ein Miteinander sehr wichtig. Es freue sich auf die Gespräche mit den Gläubigen bei diesem Empfang. Zum Schluss seiner Ansprache dankte er den Höfener Gastgebern für die gute Vorbereitung des Empfangs und der Lyra Höfen für die musikalische Begleitung an diesem Morgen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert