Kirchen-Abriss: Erste Messe in „neuer“ Kirche noch 2015

Von: Aline Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Der Umbau der Konzener Pfarrkirche schreitet mit großen Schritten voran: der neue Dachstuhl steht bereits.
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Es hat sich viel auf der Baustelle getan – davon überzeugten sich jetzt auch die Mitglieder des Kirchenvorstands bei einem Treffen mit den Architekten: Walter Schreiber, Karin Wergen, Gisela Peeters, Simone Call, Rudolf Huppertz, Ludwig Huppertz, Martin Krings, Thomas Roder, Daniela Scheidt und Michael Frey (v. li.).

Konzen. Einen Monat ist es jetzt her, dass der Bagger in Konzen anrückte und mit dem Teilabriss der Mutterkirche des Monschauer Landes begann. „Es sieht aus wie im Krieg“, war die durchaus zutreffende Beschreibung der älteren Bürger zu dieser Zeit. Jetzt nimmt der Umbau langsam Form an und man kann von außen wie von innen schon erkennen, wie es einmal aussehen wird.

Die hohen Mauern des von 1952 bis 1954 neu angebauten Teils sind zur Hälfte abgerissen und der neue, flachere Dachstuhl des künftigen Pfarrsaals steht bereits. Außerdem ist im verkleinerten Kirchenraum schon das Podest, auf dem in Zukunft die Orgel stehen wird, angebracht und LED-Lampen setzen den Innenraum ins rechte Licht.

Diese enormen Fortschritte nahmen die Mitglieder des Konzener Kirchenvorstands (KV) zum Anlass, ihr Treffen auf die Baustelle zu verlegen, um sich vor Ort ein Bild zu machen. „Im Moment läuft alles wie ein Uhrwerk. Heute soll das Dach zugemacht werden, sodass es nicht mehr hereinregnet“, sagte Martin Krings, stellvertretender Vorsitzender des KV. Die Arbeiten liefen reibungslos, bis jetzt habe man Glück mit dem Wetter gehabt und man läge voll in der kalkulierten Zeit.

„Der Bauzeitplan ist eng“, erklärte Architekt Michael Frey, der gebürtig aus Konzen stammt. Dieser ist nicht nur – wie meistens üblich – von ihm und Kollegin Daniela Scheidt ausgearbeitet worden. Die am Bau beteiligten Firmen waren bei der Aufstellung des Plans dabei und konnten absprechen, wer wann arbeitet, welche Arbeiten parallel laufen können und in welcher Reihenfolge sie anrücken. Auf diese Weise geben sich die Bauarbeiter die Klinke in die Hand und es wird keine Zeit verschenkt. „Wir müssen hohe Qualitätsanforderungen mit einem geringen Budget umsetzen“, beschreibt Scheidt die Herausforderungen der Aufgabe. „Außerdem ist es für uns eine Arbeit in einem ganz neuen Bereich“, ergänzt die Architektin aus Konzen. Denn es ging nicht nur darum, die Kirche energiesparender zu gestalten, sondern auch die liturgischen Anforderungen an die Räumlichkeiten zu beachten.

Zwei- bis dreimal pro Woche ist sie oder Frey vor Ort, denn der Umgang mit der alten Bausubstanz ist nicht einfach. Schließlich soll so viel wie möglich erhalten bleiben und weiter- bzw. wiederverwendet werden, wie zum Beispiel die Fenstereinfassungen aus Sandstein.

Um die Absprachen weiter zu fördern und um sich für die gute Arbeit der Bauarbeiter und freiwilligen Helfer zu bedanken, wird jeden Samstag ein „Helferfrühstück“ veranstaltet, zu dem Hannelore Offermann belegte Brötchen und Kaffee vorbeibringt. Dann wird eine gemeinsame Mittagspause eingelegt. „Freiwillige Helfer auf der Baustelle oder bei der Zubereitung des Frühstücks sind jeder Zeit herzlich willkommen“, betonte der KV.

Außerdem sei man überzeugt, mit dem Umbau den richtigen Weg eingeschlagen zu haben, was die mittlerweile sehr positiven Reaktionen aus der Pfarrgemeinde belegen würden. „Wir glauben einen zukunftsweisenden Weg für die Mutterkirche zu gehen“, lautete das Fazit.

Die erste Messe im „neuen alten“ Gotteshaus, soll auf jeden Fall noch in diesem Jahr stattfinden, die Unternehmen haben sich verpflichtet, bis Jahresende fertig zu werden. Wenn die Bauarbeiten weiterhin so glatt über die Bühne gehen wie bisher, könnte es eventuell schon Mitte/Ende November so weit sein und nicht erst zu Weihnachten, wie ursprünglich angepeilt.

Die Konzener Bevölkerung muss sich aber nicht mehr so lange gedulden, um einen ersten Blick in ihre Kirche werfen zu können. Am Freitag, 14. August, wird es einen Besichtigungstag mit Kaffee und Kuchen geben. Direkt im Anschluss daran findet dann das offene Singen des Kirchenchors mit Grillfest statt.

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