Kirche stärker in der sozialen Verantwortung

Von: dm
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Eifeldekan Erik Pühringer (links) informierte sich über die Arbeit des Sozialwerkes Eifeler Christen, das an der Blumgasse in Konzen eine Möbel- und Kleiderbörse eingerichtet hat. Leiterin ist Gabriele Attemeier (rechts), daneben Wolfgang Tambornino, Vorsitzender des Sozialwerkes. Foto: dm

Nordeifel. „Die Arbeitslosigkeit ist auch in der heilen Eifel angekommen”, sagt Erik Pühringer, (43), Pfarrer in Mechernich und seit gut einem Jahr Eifeldekan und damit Vertreter des Bischofs in der Region Eifel. Er sieht, dass die „Tafeln wie Pilze aus dem Boden schießen und diese Einrichtungen zunehmend Zulauf haben”.

Der Andrang an den Tafeln zeige, dass dieses Hilfsangebot auch in der Eifel „notwendig” sei.

In der „zunehmenden Arbeitslosigkeit” sieht der Dekan auch eine Herausforderung an die Christen und eine „besondere Verantwortung der Christen für die Gesellschaft”.

Erik Pühringer besuchte nun gemeinsam mit Ulf Göbber die „Möbel- und Kleiderbörse” an der Blumgasse in Konzen und informierte sich über das Projekt und die Arbeit des Sozialwerkes Eifeler Christen Monschau-Roetgen-Simmerath.

Ein weiteres Thema des Gespräches mit Wolfgang Tambornino, Gabriele Attemeier und Herbert Nierhaus war die Kontakt- und Beratungsstelle für Arbeitslose.

Träger der Initiative ist die Pfarrgemeinde Monschau. Mehr als 200 Jugendliche und Erwachsene werden hier im Jahr betreut und begleitet - so auch auf der Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.

„Hier geht etwas von der Kirche aus, hier wird etwas durch die Kirche bewegt”, so das Fazit von Dekan Pühringer und Ulf Göbber, Referent der Regionaldekane in Düren und in der Eifel.

„Die Kirche als gestaltende Kraft” müsse künftig wieder deutlicher in Erscheinung treten, mahnt Dekan Pühringer. „Dieser Aspekt kommt hier in der Eifel etwas zu kurz”, bedauert Wolfgang Tambornino, Vorsitzender des Sozialwerkes.

Dekan Erik Pühringer aber lehnt es ab, dass die „Kirche sich gemütlich zurückzieht”, wenn es um die Probleme der Menschen wie Arbeitslosigkeit und soziale Nachteile geht. „Die Kirche tut schon wahnsinnig viel, dies aber möglichst still und unauffällig.”

Pühringer wertet die Arbeit und das Engagement des Sozialwerkes sehr hoch und möchte erreichen, dass die Einrichtung künftig auch im Schleidener Land aktiv werden kann.

Auch müsse der Katholikenrat in der Region Eifel, derzeit vakant, neu belebt werden, auch weil die „gesellschaftspolitischen Aufgaben für die Christen” immer wichtiger werden.

Erik Pühringer verweist mit Nachdruck auf die Solidaritätskollekte am 23. und 24 Mai. Mit dem Erlös werden auch Projekte wie das Sozialwerk der Eifeler Christen und die Beratungsstelle in Monschau unterstützt.

Insgesamt koordiniert und unterstützt das Bistum Aachen mehr als 50 Projekte und Initiativen. Dort finden täglich mehr als 2500 Menschen Beratung, Begleitung, Bildung und Arbeit und damit auch die Chance auf Gemeinschaft und ein eigenständiges Leben.
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