Konzen - Kinderzirkus begeistert 300 Zuschauer

Kinderzirkus begeistert 300 Zuschauer

Von: kf
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Eine Woche lang probten Kinder aus Monschau, Roetgen und Simmerath, um ihren Familien und Freunden eine spannende Zirkusvorstellung zu bieten. Foto: Katharina Isabelle Franke

Konzen. Das rot-gelbe Zelt neben der Grundschule in Konzen ist gefüllt mit 300 Eltern, Geschwistern, Großeltern und weiteren Familienangehörigen, die alle sehen wollen, was die Kinder in der letzten Woche beim „Circus Soluna“ gelernt haben.

Es ertönt Musik, die man aus einem „echten“ Zirkus kennt, und da die Requisiten und die Kostüme vom Zirkus gestellt wurden, denkt niemand an einen reinen Kinderzirkus. Die professionelle Atmosphäre wird nun von den Leistungen der 150 Kinder, alle zwischen sieben und zwölf Jahre alt, aus Monschau, Roetgen und Simmerath getoppt.

Drei Stunden lang Programm

Aus vielen Workshops, die den Kindern Trapez, Akrobatik, Feuerschlucken oder Zauberei näher brachten, wählten die Kinder zwei Bereiche aus, um diese am Samstag in einer fast dreistündigen Show vorzuführen.

Der Jugendarbeiter Ralf Pauli, der nun bereits zum sechsten Mal den Kinderzirkus in die Eifel bringen konnte, war auch dieses Mal begeistert. Zusammen mit dem „Circus Soluna“ war es wieder gelungen, eine erlebnisreiche Ferienwoche auf die Beine zu stellen. „Wenn man die Show sieht, dann bin ich doppelt und dreifach motiviert“, so Pauli.

Die Kinder lernen in dieser einen Woche weit mehr als nur den Zirkus besser kennen. Pauli sieht eine Schulung der sozialen Kompetenz, da die Kinder den Umgang mit anderen lernen. Die Verbindung des sozialen Lernens mit dem dazugehörigen Erfolgserlebnis, das die Aufführung mit sich bringt, „ist für die Kinder eine tolle Sache“. All dies kann aber nur zusammen mit den 30 ehrenamtlichen Helfern, den Sponsoren und den Eltern, die das Zelt mit aufbauen, stattfinden.

Eine dieser ehrenamtlichen Helferinnen ist auch die 15-jährige Julia aus Kalterherberg. Durch ihre Geschwister, die selbst am Zirkus teilnahmen und deren Vorführungen wurde ihr Interesse geweckt. Auch wenn sie nie als Teilnehmerin mitmachte, kann sie jetzt als Helferin den Zirkus miterleben und ihrer Liebe zur Arbeit mit Kindern freien Lauf lassen. Sie betreute die einzelnen Workshops, übte die Nummern mit den Kindern ein und verbrachte Zeit mit ihnen in der Mittagspause. Für sie steht fest: ,,Ich bin auf jeden Fall nächstes Jahr wieder dabei!“

Nächstes Jahr, verriet Pauli, wird das Projekt auch wieder stattfinden können. Da dieses Jahr wieder alle Plätze schnell vergeben waren, rät Pauli zu einer frühen Anmeldung ab März des kommenden Jahres.

Kontrastprogramm zu Medienwelt

Adolf Mainz, Leiter des Amtes für Kinder, Jugend und Familienberatung der Städteregion Aachen, war auch gekommen, um sich nicht nur die Arbeit seines Mitarbeiters Ralf Pauli anzusehen, sondern auch die kleinen Artisten live bestaunen zu können. Mainz sieht dieses Projekt als Chance für ein besseres Selbstvertrauen der Kinder. Diese wichtige Entwicklungsphase , die im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren stattfindet, wird in diesem Projekt angesprochen. Die künstlerische und kreative Arbeit ist somit eine „prophylaktische Arbeit, dass sich die Kinder positiv entwickeln.“ Außerdem stelle die Arbeit mit dem „Circus Soluna“ ein absolutes Kontrastprogramm zu allen anderen Ferienaktivitäten dar.

Der sonstige Zeitvertreib mit den neuen Medien wird in dieser Woche einmal komplett ausgelassen. Und so müssen die Kinder im Zirkus kreativ sein und eigenständig handeln.

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