Monschau - Kindermusical „Max und Moritz“ bei der Monschau-Klassik

Kindermusical „Max und Moritz“ bei der Monschau-Klassik

Von: Julia Bäumler
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Die Lausbuben Max und Moritz zeigten den Kindern ihre frechen Streiche. Die Kinderoper „Max und Moritz“ im Rahmen der Monschau Klassik war am Dienstag nachmittag komplett ausverkauft. Foto: Julia Bäumler

Monschau. Freudige Zurufe der Kinder und lautes Klatschen sind zu hören als zwei bunt gekleidete Jungs auf jeweils einem Cityroller jubelnd auf die Bühne düsen: Max und Moritz. Mit jeder Menge Streichen im Gepäck stellen sie sich den Kindern vor.

Das Stück „Max und Moritz“ wurde am Dienstagnachmittag als Kindermusical im Rahmen der 15. Monschau-Klassik auf der Burg in Monschau aufgeführt.

Und schon vor Beginn des Stückes zeigten sich die Kinder freudig und aufgeregt: Die Zwillinge Marie und Sophie sind mit ihrer Freundin Maya da. „Mir macht es Spaß, die Stücke hier zu sehen,“ erzählt die neunjährige Marie und ihre Schwester Sophie ist der selben Meinung: „Ich bin hier, weil ich es einfach interessant finde.“ Und ihre Freundin Maya betont, dass sie sich gerne klassische Stücke ansieht.

Und mit dieser Aussage ist wohl auch genau das erreicht, was das Ziel der Veranstaltung ist: die Förderung der Kinder im musikalischen Bereich. Es sei wichtig, den Kindern die Musik für ihre Zukunft nahe zu bringen, erklärt Dorit Schlieper, Geschäftsführerin der MonschauFestival GmbH. „Und es soll den Kindern eben nicht nur die neuzeitliche Musik nahe gebracht werden, sondern ein Verständnis für klassische Musik geschaffen werden“, erklärt Schlieper.

Mit diesem Konzept scheint man auch Erfolg zu haben, denn von Beginn an sei die Kinderoper immer ausverkauft gewesen, freut sich Schlieper. Kindergärten kommen, Großeltern oder auch Eltern mit ihren Kindern, um das Spektakel auf der Burg mitzuerleben. Vor einigen Jahren seien sogar noch ganze Schulklassen aus der Region auf die Burg gekommen, um das Stück zu sehen, erinnert sich Schlieper. Dies sei aber nicht mehr möglich, da die Festspiele mittlerweile in den Sommerferien stattfinden würden. Doch trotzdem sei die Kinderoper immer wieder ausverkauft.

Die Kinderoper gehört mittlerweile zum festen Bestandteil der Monschau-Klassik. „Wir legen großen Wert darauf, dass das Stück für Kinder zugänglich und bezahlbar ist.“ In diesem Jahr liegt der Kostenpunkt für die Veranstaltung bei einem Unkostenbeitrag von 2,50 Euro - im vergangen Jahr waren es noch fünf Euro. Das Kindermusical wird von der Städteregion Aachen unterstützt und der Sparkasse Aachen präsentiert. Helmut Etschenberg, Schirmherr der Monschauer Festspiele 2014, freut sich besonders, dass es in diesem Jahr den Kindern und Jugendlichen besonders einfach und nahezu kostenlos möglich gemacht werde, „sich von der Klassik in den Bann ziehen zu lassen“.

Das Stück ist kindergerecht inszeniert. Die sieben Streiche der Lausbuben Max und Moritz werden mit Stücken von Esther Hilsberg musikalisch untermalt. Die Solisten der Kammeroper Köln führen dazu die lustigen Streiche von Max und Moritz auf.

Auch Erwachsene kommen

Das Lachen der Kinder hallt über die Burg während Max und Moritz sich eine fiese Tat nach der nächsten ausdenken - wenn sie Witwe Bolte die Hühnerschenkel klauen, Onkel Fritz Maikäfer ins Bett legen oder Lehrer Lempel Schießpulver in die Pfeife stopfen.

Dorit Schlieper zeigt sich rundum zufrieden mit dem langjährigen Erfolg der Kinderoper: „Für mich ist es eine der schönsten Veranstaltungen, weil Kinder sehr impulsiv sind. Sie klatschen, oder trampeln mit den Füßen – und auch Zwischenrufe sind hier erlaubt.“

Und nicht nur für Dorit Schlieper scheint das Kindermusical eine besonders schöne Veranstaltung zu sein, denn sie verrät: „Es gibt sogar noch einige Erwachsene, die ohne Kinder hier erscheinen. Ich wunder‘ mich doch immer wieder“,sagt sie lachend.

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