Kindergartenplätze in Roetgen: Container als vorrübergehende Lösung

Von: P. St.
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Erweiterungsbedarf gibt es an der Kindertagesstätte Wackelzahn in Roetgen: Fürs Erste wird eine temporäre Lösung mit einer Container- oder einem Modulbaulösung geschaffen. Foto: Archiv/P. Stollenwerk

Roetgen. Roetgen wächst. Über 80 Grundstücke in Roetgen und Rott sind aktuell unbebaut, und anlog zur bisherigen Entwicklung im Gemeindegebiet ist davon auszugehen, dass in erster Linie junge Familien das attraktive Wohnumfeld in Roetgen suchen werden.

Diese Prognose führt auch in absehbarer Zeit zu einem veränderten Bedarf an Kindergartenplätzen in Roetgen. Im Fokus steht dabei die Kindertagesstätte Wackelzahn an der Hauptstraße, deren Träger die Städteregion Aachen ist. Da auch Engpässe bei der Kita-Belegung nicht ausgeschlossen werden können, hat es innerhalb der Elternschaft bereits Unruhe gegeben. Die größten Sorgen, dass es in der Kita Wackelzahn ungeordnete Verhältnisse geben könnte, konnte aber jetzt der Kinder- und Jugendhilfeausschuss der Städteregion in seiner zurückliegenden Sitzung nehmen.

Der Träger hat schnell auf die veränderte Bedarfssituation reagiert, und wird zwei zusätzliche temporäre Gruppen am Familienzentrum in Roetgen einrichten. Bis etwa Ostern 2017 sollen hier in Form von eines Containers oder als Modulbaulösung 40 neue Kindergartenplätze (davon 12 für die U3-Betreuung) geschaffen werden. Diese Form Bedarfsdeckung aber soll, wie gesagt, nur provisorischer Natur sein. Im nächsten Schritt soll dann im Einvernehmen mit der Gemeinde Roetgen auf der Grundlage der künftigen Bedarfsentwicklung eine „endgültige Lösung“ in Roetgen für einen viergruppigen Kindergarten gefunden werden. Gedacht ist dabei an einen Neubau, da das ehemalige Schulgebäude, in dem die Kita Wackelzahn untergebracht, keine Erweiterungsmöglich bietet (s. Box). Die Städteregion hat schon einmal vorsichtig geschätzt und geht von 2,7 Millionen Euro Neubaukosten aus.

In der Sitzung des Kinder- und Jugendhilfeausschusses ging Amtsleiter Adolf Mainz auch auf die Befürchtungen der Eltern ein. In einem von 55 Unterzeichnern unterstützten Brief hatte der Elternbeirat der Kita Wackelzahn seine Sorgen geäußert, dass es durch die Engpässe zur einer „Zweckentfremdung“ des Bewegungsraumes“ komme, wenn dieser vorübergehend als Gruppenraum genutzt werden müsse. Man befürchte „massive Einschränkungen“ zu Lasten einer qualitativen Betreuung.

Adolf Mainz meinte, dass man ohnehin nur über einen Zeitraum von einigen Monaten rede und auf vorübergehende Nutzung des Bewegungsraumes als Gruppenraum nur im äußersten Notfall zurückgegriffen werde. Deshalb bat Mainz darum, „in Ruhe die Entwicklung abzuwarten“. Sollte sich eine problematische Situation ergeben, werde man gemeinsam mit den Akteuren vor Ort an einer Lösung arbeiten. Eine solche Lösung könne auch ortsteilübergreifend sein.

Die vorübergehende Einrichtung einer zusätzlichen Gruppe im Mehrzweckraum der Kita Wackelzahn käme ohnehin nur bei weiteren Anmeldungen frühestens ab Januar 2017 zur Umsetzung. Noch gebe es dazu aber keinen Beschluss.

Auch Ausschussmitglied Alexander Lenders (Monschau) vertraute ganz der Verwaltung, dass diese eine für alle Seiten tragbare Lösung finden werde und man letztlich ja sehen müssen, dass es maximal um ein Zeitfenster von vier Monaten gehe.

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