Konzen - Kinder lernen, wie wertvoll die Schule ist

Kinder lernen, wie wertvoll die Schule ist

Von: Isabel Krämer
Letzte Aktualisierung:
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Das Afrikafest und die Projektreihe waren ein voller Erfolg.

Konzen. Auch wenn sich viele Schüler über zu viel Lernstoff, „doofe Lehrer“ oder das frühe Aufstehen morgens beklagen, können sie sich im Grunde doch glücklich schätzen, überhaupt eine Schule besuchen zu dürfen. Sie haben die Möglichkeit, einen erfolgreichen Bildungsweg zu gehen.

Und das ist leider nicht überall in der Welt garantiert, vor allem nicht in Afrika.

Kleines Theaterstück

Um ein Bewusstsein für diesen Unterschied zu schaffen und diesen auch schon den jüngeren Grundschulkindern oder auch den Kindergartenkindern zu veranschaulichen, veranstaltete die Gemeinschaftsgrundschule Imgenbroich-Konzen am Samstag bereits zum vierten Mal ein Afrikafest in Konzen.

An diesem Projekt arbeiteten die Schüler der gesamten Schule schon seit Dezember und haben dabei viel gelernt und jede Menge Spaß gehabt. Im Musik- und Kulturzentrum nebenan nahmen Erst- und Zweitklässler ihre Eltern, Geschwister und Freunde mit auf eine musikalische Reise und erzählten in einem Theaterstück die Geschichte von dem „Löwen, der nicht schreiben konnte“. Die Dritt- und Viertklässler führten selbst ausgedachte Szenarien über den Alltag von deutschen Kindern im Vergleich zu dem von afrikanischen Kindern vor und zeigten, dass Schule, Spielzeug und Essen nicht für alle Kinder der Welt selbstverständlich sind.

Bruder Theo Call, Missionsbruder der Afrikamissionare Weiße Väter, kommt ursprünglich aus Konzen und lebt schon seit 45 Jahren im Westen von Tansania und war Ehrengast auf dem Afrikafest. Einige Kinder hatten sich im Voraus Fragen überlegt, die sie dem Missionsbruder stellen wollten und er beantwortete sie ihnen gerne mit Hilfe eines kleinen Foto-Vortrags.

Anschaulich erzählte er von der Situation vor Ort und von seiner Funktion. Bruder Theo Call arbeitete in diesen Jahren mit und für die Menschen dort. Er baute Schulen, Krankenhäuser, sorgte für Stromversorgung und hat mit seinen 75 Jahren noch viele Pläne für die Zukunft. Er wollte damals einer „Arbeit nachgehen, die sich lohnt und mit der man Menschen in Not helfen kann“ und hat damit in Kabanga, einem kleinen Ort im Westen von Tansania, schon viel bewirkt.

Verschiedene Projekte

Außerdem besteht seit 2009 der „Förderverein Bruder Theo Call - Weißer Vater der Afrikamissionare e.V.“, der Bruder Theo Call in seiner Arbeit finanziell und mit tatkräftigen Händen unterstützt.

Neben dem aktiven Programm gab es in den Klassenräumen der Schule verschiedene Projekte: Kinder konnten sich als wildes Tier aus Afrika schminken lassen, bemalten Tiermasken, bastelten Schmuck und noch vieles mehr. Außerdem gab es am Ende des Fests eine Tombola mit tollen Preisen. Der Erlös der Lose und der verkauften Ketten und Armbänder geht als Spende mit Bruder Theo Call nach Afrika.

Ganz besonders hervorzuheben ist die Kampagne dreier Schülerinnen (Johanna Merle Ewald, Ina Rack und Ina Thoma), die auf eigene Faust selbst gebackene Törtchen und Blümchen verkauften und ihren erarbeiteten Gewinn ebenfalls für Kinder in Afrika spendeten. Sie wünschen sich, dass sich noch mehr Helfer finden werden, die an die ärmeren Menschen in anderen Ländern denken.

Hoher Lerneffekt

Schulleiterin Marion Wernerus freute sich über die hohe Anzahl der Besucher und über den Erfolg des Projektes.

Es war ein Fest mit Spiel, Spaß und Freude und gleichzeitig einem hohen Lerneffekt.

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