Monschau - Kinder helfen Kindern mit kleiner Spende

Kinder helfen Kindern mit kleiner Spende

Von: mon
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Stolz überreichten die Kommunionkinder aus Kalterherberg ihr gesammeltes Kommuniongeld an Kornelia Stöcker, die Leiterin des Agnesheimes der Außenwohngruppe Monschau. Foto: V. Monterey

Monschau. „Wir haben mit den Kindern zusammen überlegt, wofür das Geld gespendet werden soll“, berichtet Desirée Jakobs, eine der betreuenden Mütter der elf Kommunionkinder aus Kalterherberg. Jetzt wurde der gesammelte Betrag über 450 Euro an die Außenwohngruppe Monschau des Agnesheimes gespendet.

Sechs der insgesamt elf Kinderübergaben stolz den symbolischen Scheck an die Heimleiterin Kornelia Stöcker und ihre Kollegin Birgit Genreith. Man wisse „noch nicht genau“ was man damit mache, so die Sozialpädagogin Genreith erfreut, aber es fließe „voraussichtlich in den Freizeitbereich“.

Wie in einer Großfamilie

In der Außenwohngruppe Monschau leben zur Zeit acht Kinder, drei Mädchen und fünf Jungen unterschiedlichen Alters und werden von fünf hauptamtlichen Mitarbeitern betreut, eine davon eine junge Berufspraktikantin.

Das Agnesheim, benannt nach der Gründerin Agnes Neuhaus des Gesamtvereins ist ein Kinderheim in Trägerschaft des Sozialdienstes katholischer Frauen. Verwaltung und Haupthaus befinden sich in Stolberg. Finanziert wird die Einrichtung durch die Jugendämter, doch der Anteil des Tagessatzes für die Freizeitgestaltung ist knapp, „viel zu wenig“, so die Leiterin, „um regelmäßige Aktivitäten zu unterstützen“. So könnten zum Beispiel nicht mal alle Kinder einem Sportverein beitreten.

Mit der Spende der Kommunionkinder könne nun der Freizeitbereich bereichert werden, „Vielleicht etwas in Richtung Musik“, so Genreith und der Erzieher Marc Schumacher.Als Dankeschön gab es nach der feierlichen Scheckübergabe für jedes Kommunionkind ein kleines Geschenk, sowie Saft und Süßes für alle.

In Gedanken waren die Kinder aber alle schon in den Ferien. „Es ist toll und nett hier“, meinte der zwölfjährige John-Pierè, „und in den Sommerferien fahren wir immer weg“. Dieses Jahr solle es eine Woche nach Dänemark gehen. Ansonsten sei der Alltag in dem schönen Haus, das ein bisschen wie eine Villa Kunterbunt anmutet, wie der einer Großfamilie. „Es ist schön hier“, meint auch die kleine Susanne. Die Kinder gehen auf unterschiedliche Schulen in der Region und bleiben bis sie volljährig werden und in eine eigene Wohnung ziehen können.

Die stetige Gruppendynamik sei aber schon „eine Herausforderung“ für die Kinder, so Stöcker. Neue Kinder kämen hinzu, die erst ihren Platz in der Gruppe finden müssten, andere gingen. Ansonsten hätte das Agnesheim eine „familienähnliche Struktur“.

Die Hauptaufgabe ist die Erziehung der Kinder sowie Hilfe und Unterstützung in schwierigen Lebens-, Arbeits- und Konfliktsituationen.

Die Kommunionkinder aus Kalterherberg in Begleitung von durch Desirée Jakobs und Marion Gombert freuten sich, einen Teil dazu beitragen zu können, den Kindern eine weitere Möglichkeit der Freizeitgestaltung ermöglicht zu haben.

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