Kinder fördern und fordern

Von: wm
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In der offenen Ganztagsschule werkeln die Kinder unter anderem mit Holz - wie hier mit Kursleiter Erich Braun. Beim Tag der offenen Tür öffnete die Heckenlandschule ihre Pforten, um die Projekte der Projektwoche vorzustellen und sich einmal in die Karten des Schulalltags schauen zu lassen.

Höfen. „Mit einem vertretbaren Aufwand jedes Kind individuell zu fördern.” So oder so ähnlich könnte es über der Eingangstür der Heckenlandschule in Höfen stehen. Die Förderung und Forderung jedes einzelnen Kindes ist das Ziel des Lehrerkollegiums um Schulleiterin Sabine Hammerschmidt.

Dabei sollen bewährte Lehrmethoden ihre Wertschätzung erhalten. Gleichzeitig aber ist man an der Höfener Grundschule offen für innovative Ideen.

Sich in die Karten schauen lassen und zeigen, was denn an ihrer Schule tagtäglich geschieht, das wollte die Heckenlandschule am Samstag bei einem Tag der offenen Tür. Zeigen, dass die Schule mit Leben erfüllt ist, dass das engagierte Kollegium im Teamteaching ständig im Dialog zur bestmöglichen Förderung der Kinder steht.

Der Tag der offenen Tür war im Vorfeld durch Projekttage vorbereitet worden. Die 170 Kinder der Heckenlandschule konnten in der ganzen letzten Woche aus 12 Projekten auswählen. So, wie es im Schulalltag in Höfen praktiziert wird, so durften sich die Kinder auch bei den Projekttagen das Thema heraussuchen, was ihren Neigungen am Nächsten kam.

Vielfältig war das Angebot. Es reichte vom künstlerisch kreativen Bereich über sportliche Angebote bis zu handwerklichen Arbeiten wie dem Bauen von Nistkästen.

Der Vormittag des Tages der offenen Tür war denn auch der Präsentation dieser Projektarbeit vorbehalten. „Die Projekttage haben gezeigt”, so Sabine Hammerschmidt, „dass viele Kinder angesichts von handlungs- und erlebnisorientierten Projekten erst aus sich herausgehen und Fähigkeiten zeigen, die im Schulalltag meist nicht zu Tage treten.”

Jedes Kind, so Hammerschmidt, habe seine ganz eigenen Begabungen. „Es gibt kein Kind, das über gar keine Fähigkeiten verfügt. Es ist nur halt so, dass die Fähigkeiten mancher Kinder mit den klassischen Unterrichtsinhalten nur schwer messbar sind. Diese Kinder kommen dann mitunter aus dem Teufelskreis von schulischen Misserfolgen und mangelhaftem Selbstwertgefühl nur schwer wieder heraus.

Gerade während der Projekttage sind manche Kinder über sich hinausgewachsen. Und wer Erfolgserlebnisse hat, wer sich selbst so wie er ist, akzeptieren kann, der hat auch eine postive Einstellung für andere Lerninhalte”, erläutert die Schulleiterin.

Die Heckenlandschule bietet neben dem vormittäglichen Unterricht eine Betreuung von 8 Uhr bis 13 Uhr an und außerdem eine offene Ganztagsschule in Form von Nachmittagsbetreuung. Auch diese Angebote werden recht rege angenommen. In der Schule bis 1 werden von den 170 Schülern immerhin 38 Kinder betreut. Die offene Ganztagsschule besuchen 36 Kinder. In der offenen Ganztagsschule können die Kinder aus Angeboten im sportlichen, handwerklichen oder künstlerisch kreativen Bereich zurückgreifen.

Neben fünf Betreuern, die sich neben der Hausaufgabenbetreuung und das leibliche Wohl der Kinder kümmern, bieten Kursleiter Projekte in Tennis, Leichtathletik, FußballÊ und Tanzen an. Der künstlerisch kreative Bereich wird abgedeckt durch Arbeiten mit Holz und Ton und Malkursen.

Anerkennung für Kursleiter

Besondere Anerkennung verdienen die Kursleiter, die diese Angebote ohne Entgelt in ihrer Freizeit anbieten. In diesem Zusammenhang wünscht sich Sabine Hammerschmidt noch einen Schachkurs. Vielleicht, so hofft sie, gibt es irgendwo einen ambitionierten Schachspieler, der Lust und Zeit hat, mit Kindern am Nachmittag Schach zu spielen.

Wer am Samstag die Heckenlandschule besuchte, der konnte den guten und kreativen Geist der Schule förmlich spüren. Die Schule lebt, und in allen Klassen wuselten und werkelten Kinder. Auch die Eltern brachten sich in vielfältiger Weise in die Planung und Durchführung dieses Tages ein.

Natürlich fehlte an einem solchen Tag auch eine Cafeteria nicht. Den Förderverein der Heckenlandschule wird es freuen, dass dadurch der eine oder andere Euro auf dem Vereinskonto landete, um in neue Projekte investiert zu werden. Denn Ideen für neue Projekte haben Sabine Hammerschmidt mit ihren KollegInnen noch genug.
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