Nordeifel - „Kind sein“ dürfen beim Theaterprojekt

„Kind sein“ dürfen beim Theaterprojekt

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Bühne frei für die Theateraufführung der Regenbogengruppe. An dem Angebot der Caritas nahmen 13 Kinder teil.

Nordeifel. Mit ihren „Regenbogengruppen“ bieten die beiden Caritasverbände Eifel und Euskirchen eine Unterstützung für Kinder psychisch und/oder suchtkranker Eltern an.

Einmal in der Woche haben die derzeit etwa 8- bis 15-jährigen Mädchen und Jungen die Möglichkeit, über Dinge zu sprechen, die sie zu Hause beschäftigen. Sie sollen in dieser Zeit „einfach Kind sein“ können und spielen, basteln, Spaß haben.

Neue Rollen ausprobieren

13 Kinder und Jugendliche der Verbände folgten jetzt zum achten Mal einer Einladung, ein ganztägiges Theaterprojekt im Schleidener Caritashaus mitzugestalten. So verbrachten sie einen kreativen Tag unter Anleitung von Theaterpädagogin Petra Knittel, die mit den jungen Menschen eigene Vorstellungen zum Thema „Zukunft 2514“ entwickelte.

Beim Angebot geht es weniger um simple Schauspielerei – vielmehr entpuppt es sich bei genauem Hinsehen als tiefe Übungseinheit für das Selbstbewusstsein der Kinder.

„Es ist für uns immer wieder eine Bereicherung mitzuerleben, dass die Kinder enorm von unserem Angebot profitieren“, berichtete Irene Nellessen, Gruppenleiterin der Regenbogengruppe des Caritasverbandes Eifel. „Die Kinder erleben sich beim Theaterspiel auf eine ganz besondere Weise: Neue Rollen und Verhaltensweisen können im Rahmen von theaterpädagogischen Übungen spielerisch ausprobiert werden.“

Dabei ist es den Kindern selbst überlassen, wie sie sich einbringen wollen. Aus den vielfältigen Ideen entwickelte die Theaterpädagogin Petra Knittel zusammen mit den jungen Teilnehmern eine spannende Geschichte, in der jedes Kind seine individuelle Rolle spielen durfte. Neben „Erdlingen“, die in silbernen Anzügen mit ihrer Rakete in den Weltraum starteten und dort wilde Kämpfe ausfochten, gab es auf anderen Planeten Wissenschaftler, die sich hoch technisiert verschiedenen Phänomenen widmeten. Originelle Ideen, verschiedene Verhaltensweisen und Stärken werden professionell eingebunden.

So trug ein starker Junge seine Mitspieler auf der Schulter durch den Weltraum, durfte ein ruhiges Kind vorsichtig eine Kugel durch das Universum transportieren und mutige Wissenschaftler die später ankommenden Eltern und Geschwister „scannen“, bevor sie den Vorstellungsraum betreten durften. Zwischen Spiel, Spaß und Einstudieren wurden zum Mittagessen Riesenpizzen angeliefert, die mit Heißhunger verzehrt wurden. Am späten Nachmittag fand vor Eltern und Geschwistern die Präsentation des Theaterstücks statt, wobei die jungen Akteure den Applaus sichtlich genossen.

Eltern meldeten zurück, dass ihre Kinder im Vergleich zum Vorjahr deutlich sicherer und selbstbewusster vor dem Publikum aufgetreten sind. „Wie jedes Mal war es wieder toll“, sagte eine Mutter zum Abschied.

Das größte Kompliment an die Organisatoren war der vorgetragene Wunsch von drei Kindern, doch mehrmals im Jahr das Theaterprojekt anzubieten.

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