Rurberg/Woffelsbach - Kiescheflitscher feiern 50-jähriges: Karnevalfest ohne Alaaf und Kamelle

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Kiescheflitscher feiern 50-jähriges: Karnevalfest ohne Alaaf und Kamelle

Von: ho
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Jeckes Jubiläum: Karnevalistische Festzug durch Rurberg, an dem neben den Ortsvereinen sechs befreundete Karnevalsgesellschaften teilnahmen. Ein Höhepunkt war eine vierstündige Sitzung. Foto: Hoffmann

Rurberg/Woffelsbach. Unter dem Leitgedanken „Ein Verein, ein Gefühl - Kölle in Rurberg“ feierte der 1. Karnevalsverein 1965 Kiescheflitscher Rurberg-Woffelsbach e.V. am Wochenende drei Tage lang ausgelassen sein 50-jähriges Jubiläum.

Höhepunkt der Feierlichkeiten war ohne Zweifel die über vierstündige Jubiläumssitzung mit Spitzenkräften aus dem Kölner Karneval, die am Samstagabend im ausverkauften Antoniushof stattfand.

Begonnen hatte das närrische Fest, das unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns stand, am Freitagabend mit einem Sternmarsch, zu dem sich viele befreundete Karnevalsvereine aus der Region beim amtierenden Dreigestirn (Niklas Hilger, dominik Hilger und René Breuer) eingefunden hatten.

Mit der bei Sternmärschen offensichtlich unvermeidbaren Verspätung hatte sich dann bei einsetzendem Regen ein überaus ansehnlicher Zug von Karnevalisten auf den Weg in die „gute Stube“ von Rurberg, dem Antoniushof gemacht, den die Kiescheflitscher festlich geschmückt in einen Rurberger Gürzenich verwandelt hatten. Hier feierten die Kiescheflitscher mit den Ortsvereinen und ihren Karnevalsgästen aus Höfen, Kesternich, Roetgen, Simmerath, Rollesbroich und Sötenich kräftig, lange und ausgiebig ab.

Am Samstagabend hatte sich dann anlässlich der Jubiläumssitzung nicht nur Präsident Bruno Nellessen in Festtagsgerade geschmissen. Im ausverkauften Antoniushof wurde dem Publikum ein Programm der Spitzenklasse geboten, das zu den sehenswerten Laserstrahlen passte, die vor dem Antoniushof in den Nachthimmel strahlten.

Als Eisbrecher fungierte in der Bütt in alter Schutzmannuniform der „Knubbelisch vum Klingelpütz“ (Ralf Knoblich), der in feinster kölscher Mundart als „Schließer“ aus dem Kölner Knast berichtete. Die Showtanzgruppe der Kiescheflitscher durfte natürlich auch auf dieser Sitzung nicht fehlen. Ihre tänzerische Hommage an den Kölner Karneval war wie immer sehenswert und ging nicht ohne Zugabe ab.

Danach dann für viele sicherlich der Höhepunkt des Abends: Klaus Rupprecht mit seinem Affen Willi begeisterten von Anfang an bei ihrem vierzigminütigen Auftritt mit ihrem neuen Programm, bei dem ein Gag den anderen jagte. Ein absoluter Knaller des bekannten Bauchredners, wo die Lachmuskeln auf das Stärkste strapaziert wurden.

Bekanntes karnevalistisches Liedgut wurde hiernach durch die Kölsch-Coverband „Cölschunjoot“ geboten, bevor mit Marc Metzger einer der bekanntesten Kölner Comedians auf die Bühne kam. In der von ihm gepflegten eigenen Art unterhielt der „Blötschkopp“ das Publikum wie gewohnt in bester Weise, wenn er auch meist bekannte Varianten aus seinem unerschöpflichen Repertoire zum Besten gab.

Das dabei auch das Publikum auf´s Korn genommen wurde, ist bei Metzger Usus und erhöht das Amüsement. So musste sich Präsident Nellessen zu seinem Outfit anhören: „Der ist ja kaum gewachsen - der hat noch seinen Kommunionsanzug an“.

Natürlich kann man eine Jubiläumssitzung nicht ohne „Et fussisch Julche“ in Angriff nehmen. Marita Köllner, die dafür gewohnheitsgemäß nicht die Bühne sondern einen Tisch enterte, brachte den Saal sofort in Stimmung und hatte die Sympathien der Gäste sofort gewonnen. Am Ende spielte dann die Band „Cöllner“ auf, bevor eine höchst unterhaltsame Sitzung der Kiescheflitscher ausklang.

Im Festtagsprogramm der Rursee-Karnevalisten stand dann am Sonntag der sogenannte Familientag an, der im Antoniushof mit einem Frühschoppen eröffnet wurde. Nach und nach trafen hiernach die geladenen Gastvereine ein, so dass der Saal wieder bis zum Bersten gefüllt war. Punkt 14 Uhr setzte schließlich ein sehenswerter Festzug durch den Ort in Bewegung, der leider wenig Zuschauerinteresse fand. Das tat der Feierfreude anschließend im Antoniushof jedoch keinen Abbruch.

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