Kickerspiel: Platzverweis bei „Schwengeln“ und „Kurbeln“

Von: ho
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Das Kicker-Team aus Simmerath und Rurberg nimmt derzeit erfolgreich am DWF-Cup teil. Für die Freizeitsportler um Frank Braun (3.v.r.) steht dabei nach wie vor der Spaßfaktor an erster Stelle. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Simmerath. Gefunden haben sich die Mitglieder der Gruppe über das gemeinsame Interesse zu ihrer Freizeitsportart Tischfußball. Wer bei diesem, im allgemeinen Sprachgebrauch selten benutzten Wort zunächst stutzt, fällt jedoch kurz nach Fallen des imaginären Groschens sofort „Kicker“ ein, womit dann alle Unklarheiten beseitigt sind.

„Über das gemeinsame Interesse zum Kicker-Spielen haben wir uns auch kennengelernt“, verkünden Frank Braun und Frank Thoma dann auch im Chor, die stellvertretend für eine über zehnköpfige Gruppe von Männern und Frauen aus Simmerath und Rurberg sprechen. Dieses Team trifft sich ein Mal in der Woche zum gemeinsamen Kickerspiel im Wechsel in der Simmerather Gaststätte „Zur Sonne“ und im Rurberger „Rustika“ und nimmt seit November vorigen Jahres an einem bundesweiten Kicker-Turnier teil.

Bei diesem deutschlandweiten Kicker-Fun-Turnier, dem „Deutschland wird fit-Cup“ (DWF-Cup), liegt das Eifel-Team im Übrigen gut im Rennen. „Wir haben seit letztem November insgesamt 18 Turniere in Simmerath und Rurberg ausgetragen“, erklärt Frank Braun und fährt dann voller Stolz fort: „Die besten 32 Spieler qualifizieren sich für das Endturnier und darunter sind derzeit auch zehn Spieler bzw. Spielerinnen von uns“.

Frank Thoma erklärt dazu ergänzend, dass bei dem bundesweiten Wettkampf, der an 82 Spielorten ausgetragen wird, im April zwölf regionale Endturniere stattfinden, wozu er anmerkt: „Unser Turnier findet Ende April in Aachen statt“. Bisher fanden bundesweit 744 Turniere statt, an denen sich über 1700 Spieler beteiligten.

Während bei unserem Besuch in der Simmerather Gaststätte Zur Sonne auf dem großen Bildschirm die Elite-Fußballer der Bundesliga hinter der Lederkugel auf dem grünen Rasen hinterherfegen, wird der kleine Ball auf den Kickertischen an diesem Turnierabend von insgesamt elf Tischfußball-Begeisterten hin und her gejagt.

„Schwengeln“ und „Kurbeln“, also das Drehen der an den Griffstangen befestigten Spielfiguren um 360 Grad, ist nach den allgemeinen Spielregeln im Übrigen nicht erlaubt. Gespielt werden in der Regel meist zwei Gewinnsätze bis fünf Tore, wobei auch Time-outs genommen werden dürfen. Das Beherrschen und Ausführen der beim Kicker gebräuchlichsten Schusstechniken wie beispielsweise dem Jet, Pin-oder Pull-Shot, steht bei den Eifeler Hobby-Sportlern an zweiter Stelle.

„Bei uns steht der Spaßfaktor, gepaart mit Wettkampfeinsatz im Vordergrund“, erklärt Frank Braun das Erfolgsrezept der Gruppe. Der Modus Vivendi beim DWF-Cup ist relativ einfach, unkompliziert und vor allem kostenlos. Als interessierter Spieler oder Veranstalter (Gastwirt mit vorhandenem Kicker) meldet man sich online an (www.dwf-cup.de), wozu zur Spielstärke auf der DWF-Seite festgehalten ist: „Du kannst unmöglich zu schlecht spielen, um hier teilnehmen zu können“. Der Spaßfaktor wird hier also nochmals hervorgehoben.

Vor Ort einfach anmelden

Natürlich kann der Kicker-Interessierte sich auch dort anmelden, wo gerade gespielt wird. Dazu erläutert Frank Thoma im Klartext: „Bei Interesse einfach bei den Gastwirten in der Sonne in Simmerath und im Rustika in Rurberg nachfragen“. Die Turnierergebnisse werden dann online gemeldet, so dass aktuelle Ranglisten auch sofort zur Verfügung stehen.

Für Gaststätten-Betreiber mit Kicker-Tisch stellt die Turnierteilnahme natürlich auch eine interessante Möglichkeit dar, den allgemeinen Geschäftsbetrieb zu beleben. Unabhängig vom laufenden DWF-Cup findet im Mai in der Simmerather „Sonne“ an drei Wochenenden ein Kicker-Turnier statt. Im Rustika läuft traditionell im November ein großes Tischfußball-Turnier. Weitere Informationen hierzu gibt es bei den jeweiligen Gastwirten.

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