Kesternich - Kesternichs Kirchturm im Karnevalszug

Kesternichs Kirchturm im Karnevalszug

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
11722473.jpg
Alle Hände voll zu tun hatten die Kesternicher Dorfbäcker: Sie hinterließen im Rosenmontagszug einen sehr guten Eindruck, auch weil sie sich äußerst spendabel zeigten. Foto: P. Stollenwerk
11722486.jpg
Kein Angst vor wilden Tieren: Dieser „Käfig voller Narren“ in Kesternich war ganz und gar in friedlicher Absicht unterwegs. Foto: P. Stollenwerk
11722493.jpg
Elvis lebt: Wer es nicht glauben will, der konnte sich beim Kesternicher Rosenmontagszug vom Gegenteil überzeugen. Foto: P. Stollenwerk

Kesternich. Wie überall, so hat man auch in Kesternich am Rosenmontag selbstverständlich darüber nachgedacht, ob man den Zug wegen der angekündigten Orkanböen absagen sollte, aber am Mittag waren sich die Verantwortlichen der Karnevalsgesellschaft „Kester Lehmschwalbe“ einig, dass sich der Zug auf jeden Fall planmäßig wie immer in der Rurberger Straße aufstellen sollte.

„Abbrechen kann immer noch“, meinte KG-Präsident Rolf Schneider, und als der Zug sich dann um 14 Uhr bei Sonnenschein und einem strammen Westwind in Bewegung setzte, hatten die Verantwortlichen das Gefühl alles richtig gemacht zu haben, auch wenn man ebenfalls über ein Absage des Zuges nachgedacht habe. „Was in Köln geht, das geht auch in der Eifel“, meinte der Präsident, der sich am Ende in seiner Taktik bestätigt fühlte, bis zur buchstäblich letzten Minute abzuwarten.

VW und FIFA dabei

So machten sich rund 20 Wagen und Gruppen auf den Weg, und Akteure wie Zuschauer waren bester Stimmung, wenn auch hin wieder die eine oder andere Kopfdeckung sich in den Flug der Kamelle mischte.

Aktuelle und lokale Themen, dazu eine Vielzahl bunter und fantasievoll gestaltetet Fußgruppen sorgten einmal mehr für eine fröhliche Mischung in Kesternich. Sechs Gruppen stellten sich zudem der Jury, um später im Festzelt bei der Prämierung aufs Treppchen zu kommen.

Der VW-Abgas-Skandal („Willst du dampfen wie ‚ne Lokomotive, ist VW die Alternative“) spielte auch in Kesternich eine Rolle, nicht weniger auch der FIFA-Geldskandal. Selbst das Dschungel-Camp schlug in Kesternich („Holt uns hier raus, die Jecken flippen aus“) auf, während die Dorfbäcker sich mehr Sorgen darum machten, dass die Infrastruktur in Kesternich verloren geht: „Und gehen im Dorf die Lichter aus, so machen wir das Beste draus; ernähren uns von Brot und Kuchen, bevor die auch das Weite suchen.“

Ein großes Diskussionsthema aus dem vergangenen Jahr durfte auch im Kesternicher Rosenmontagszug nicht fehlen: Unter dem Motto „Unser Kirchturm klein und fein, hätte größer können sein“ wurde der letztlich gescheiterte Versuch, der Pfarrkirche zu einer neuen Turmspitze zu verhelfen, pointiert aufgegriffen.

Kamelle flogen nicht nur aus dem offenen Kirchturm sondern selbstverständlich auch von den anderen Mottowagen auf die Narrenschar herunter, wobei besonders Lehmschwalben-Prinz André und Prinzessin Susanne im Blickpunkt standen, die den Höhepunkt der Session hoch oben über dem Spalier der Jecken in vollen Zügen sowie wind- und wetterfest auskosteten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert