Kesternichs „Boygroup“ sorgt für Stimmung

Von: ho
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Sie bringen jedes Publikum von den Stühlen: „Die Jecke“ aus Kesternich bereichern seit Jahren mit ihren Auftritten im Kesternicher Karneval. Die Gesangstruppe um Udo Leuchtenberg (li.) ist ein echter Stimmungsgarant und hat nun sogar den amtierenden Pronzen André in seinen Reihen. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Kesternich. Alljährlich finden ab Anfang November im Keller von Udo Leuchtenberg in der Kesternicher Schulstraße konspirative Treffen in Sachen Brauchtum statt, die nur wenigen Eingeweihten bekannt sind.

Mit und mit trudeln dann jeweils mittwochs ab 21 Uhr vier weitere Mitglieder dieses Kesternicher Zirkels ein, die sich hier nicht nur wegen der vom Hausherrn aufgetischten Schnittchen und den parat gestellten „Stubbis“ zusammengefunden haben. Auf den Punkt gebracht: Kesternichs bekannteste Boygroup, „Die Jecke“, die seit Jahren fester Bestandteil des Karnevals bei den Kester Lehmschwalbe ist, hat sich zum Proben zusammengefunden.

Das altersmäßig gut durchmischte Gesangs-Quintett ist nicht nur in Kesternich dafür bekannt, dass es mit Leichtigkeit jedes Publikum ohne spezielle Aufforderung von den Stühlen hoch und in Stimmung bringt. Dafür zeichnen neben Udo Leuchtenberg auch Holger Quack, Manfred Nießen, Andre Siebertz und Guido Lennartz, der nebenbei noch Programmgestalter der Lehmschwalbe ist, verantwortlich.

Schon beim Einzug schlagen der Gruppe die Sympathien im Zelt entgegen, da die Besucher wissen, dass gleich auf der Bühne die Post abgeht. Die einheitlich in hellbraunen Jeans mit Hosenträgern, weißem Hemd und Kappe gekleideten Sänger treffen dabei mit bekanntem Liedgut und der einen oder anderen Geschichte aus dem Nähkästchen des Dorfes stets den Nerv des Publikums.

Dass man hierfür ein Näschen hat, wurde beispielsweise im vorigen Jahr auf der Damensitzung deutlich, als man mit der bis dato unbekannten Marschmusik „Wenn der Maibaum brennt“ ins Zelt einmarschierte. Da brannte nicht nur der Maibaum, sondern die 500 jecken Wiever waren schon zu diesem Zeitpunkt von der Kester Boygroup hin und weg. Und das war natürlich auch bei der diesjährigen Damensitzung in der „Hölle von Kesternich“ (Bericht s. oben) nicht anders.

Wichtiges Accessoire beim Auftritt der „Jecke“ ist der braune Lederkoffer, der dazugehört, wie ihr grundsätzlicher Spaß an der Musik. Den merkt man den Fünfen immer an und der gehört sicher auch zum Erfolgsgeheimnis der Gruppe.

Vorläufer der „Jecke“ sind laut Udo Leuchtenberg im Übrigen die „Les Kester Singers“, die neben ihm aus Rainer Jansen, Erich und Hans Josef Stollenwerk bestanden. Auch bei deren Auftritten spielten Geschichten aus dem Dorf eine wichtige Rolle. Nachdem sich diese Formation aufgelöst hatte, gründete Udo Leuchtenberg mit Meinolf Breuer die „Jecke“, wozu Leuchtenberg erläutert: „Meinolf Breuer meinte damals, dass wir eigentlich so jeck sind, dass wir uns auch so nennen können.“ Zu dem Duo stieß dann noch Edgar Küpper dazu. Als Küpper und Breuer dann das Trio verließen, stießen im Laufe der nächsten Jahre Andre Siebertz, Manfred Nießen, Holger Quack und Guido Lennartz dazu, so dass man nun seit drei Jahren ein Quintett zusammen hat.

Fest gebucht und nicht mehr wegzudenken aus dem Kesternicher Fastelovend sind die „Jecke“ auf der Prinzenproklamation, der Damensitzung und am Fettdonnerstag auf dem Weiberfest im Schwalbennest. Im letzten Jahr bestimmte man im Simmerather Rathaus bei der Schlüsselübergabe den musikalischen Ton und ist natürlich bei den Gastauftritten der KG dabei. Beim Monschauer Senfmühlenfest 2014 zeigte man gleichfalls Flagge. Und außerhalb der Session tritt man auch auf Geburtstagen auf.

Die Auftritte in dieser Session sind für „die Jecke“ etwas ganz Besonderes, kommt doch mit André Siebertz der amtierender Lehmschwalben-Prinz aus ihren Reihen.Gleichwohl wird auch der diesjährige Auftritt beim immer beliebteren „Weiberfest im Schwalbennest“ am Fettdonnerstag sicher etwas ganz Besonderes werden, ganz getreu dem Lehmschwalbenlied: „Kesternicher Lehmschwalben sind wir, wir singen aus Freude, Lieder für alle hier...“

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