Kesternicher Frauen verpassen den Pokalsieg

Von: Kurt Kaiser
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Kesternichs Trainer Oliver Altenbach stimmt sein Team auf die zweite Halbzeit ein. Foto: Kurt Kaiser

Kornelimünster/Kesternich. Was 2008, 2009, und 2010 nicht glückte, gelang der Frauenmannschaft des TSV Kesternich auch 2013 nicht. Der Kreispokal ging auch in diesem Jahr nicht an die Grün-Weißen, sondern an die Frauen von Eintracht Kornelimünster, die das Endspiel am Donnerstag auf ihrem Kunstrasenplatz mit 2:1 für sich entscheiden konnten.

„Wir haben verdient verloren“, gab Kesternichs Trainer Oliver Altenbach zu, suchte aber direkt nach Gründen für die Niederlage, die eigentlich die Wenigsten auf der Rechnung hatten. „Vielleicht hat es daran gelegen, dass zu viele uns zum Favoriten gemacht haben. Das hat sich in den Köpfen der Mädels festgesetzt.“ Die Anfangsphase war bei beiden Teams von Nervosität geprägt. Torraumszenen blieben lange Zeit Mangelware, da die Passgenauigkeit im Spiel nach vorne bei beiden Teams zu wünschen übrig ließ.

Jana Gasper und Michaela Thelen suchten aus der Not heraus, mit Distanzschüssen zum Erfolg zu kommen. Auf der anderen Seite sorgte ab Mitte der ersten Halbzeit Eintracht-Angreiferin Sylvia Pauquet für Aufregung in der Kesternicher Abwehr. Nach einer halben Stunde bereitete sie die bis dahin beste Möglichkeit vor, jedoch lenkte Sarah-Marie Schneider frei stehend den Ball am TSV-Tor vorbei. „Unser Mittelfeld findet überhaupt nicht statt“, motzte der Kesternicher Trainer beim Seitenwechsel und gab zu, „wenn wir 0:1 zurückliegen, können wir uns nicht beschweren“.

In der zweiten Halbzeit waren aber nur wenige Minuten gespielt, da hätte Svenja Frantzen die Grün-Weißen in Führung bringen können, ja sogar müssen. Nach einem Steilpass und einem gravierenden Fehler der Eintracht-Abwehr hatte sie schon die Torfrau der Gastgeber umspielt, schob den Ball dann aber am leeren Tor vorbei. In der 58. Minute machten die Gastgeber es besser. Sylvia Pauquet nutzte einen Abwehrfehler zur Führung. Zehn Minuten später verhinderte Kesternichs Torfrau Manuela Stüßer mit einer gekonnten Parade das 0:2. In der 80. Minute kam aber dann das Aus für die Kesternicher Torfrau.

Wiedergutmachung

Nach einer Notbremse im Strafraum an Sylvia Pauquet sah sie Rot. Feldspielerin Nadine Feuchter musste ins Tor, sie war aber chancenlos gegen den von Hildegard Lehmann verwandelten Strafstoß. Nach dem 0:2-Rückstand setzten die Grün-Weißen in der Endphase auf totale Offensive, jedoch reichte es nur noch zum Anschlusstreffer. Den erzielte Svenja Frantzen nach präzisem Pass von Jana Gasper. Am Ende zitterte sich die Mannschaft aus dem „Münsterland“ zum Sieg, der aber nicht unverdient war.

Nach dem Pokalschock geht es am Sonntag in der Mittelrheinliga mit der Begegnung gegen den SV Allner/Bödingen weiter. Der Tabellenvorletzte aus den Hennefer Ortsteilen holte bisher nur beim SV Fühlingen einen Zähler (1:1). Alle Vorzeichen sprechen für die Grün-Weißen, die nach Aussage ihres Trainers auf Wiedergutmachung aus sind und den dritten Saisonsieg verbuchen möchten.

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