Kesternicher Duathlon von strengen Auflagen gestoppt

Von: P. St.
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Eigentlich ist der Duathlon der jährliche Höhepunkt der Kesternicher Sportwoche - dieses Jahr allerdings ist er abgesagt.

Kesternich. Ein Höhepunkt der jährlich stattfindenden Sportwoche des TSV Kesternich ist stets der Duathlon. Diese Tradition ist jetzt beendet, zumindest aber unterbrochen. Die Veranstalter haben kurzfristig den für dieses Jahr geplanten Duathlon am 8. Mai abgesagt.

„Nach 22 erfolgreichen Jahren haben wir von offizieller Stelle nicht die rechtliche Genehmigung erhalten, den Duathlon als Wettrennen durchführen zu dürfen“, bedauert Organisator Karl Arnolds das abrupte Ende des beliebten Laufes mit Radfahren (der Kurs umfasst eine 16,8 km lange Mountainbikestrecke mit über 500 Höhenmetern, eine Laufstrecke von 5,2 km vor sowie eine Laufstrecke von 2,2 km nach dem Biken).

„Wir fürchten, dass es auch im kommenden Jahr zu keiner Wiederaufnahme kommen wird“, ergänzt Karl Arnolds, der mit seinem über 30-köpfigen Helferteam die Veranstaltung über 20 Jahre stemmte. „Wir sind traurig, dass wir so ein Stück Gemeinschaft verlieren“, sagt der Organisator.

Knackpunkt bei der Genehmigung der Veranstaltung war die Bundesstraße 266, die die Duathleten in Höhe der Straße Am Sportplatz zweimal überqueren müssen. Schon im vorigen Jahr hatte die Städteregion auf die Erfordernis einer solchen Genehmigung hingewiesen, nachdem sie erstmals Kenntnis von der Veranstaltung erhalten hatte. Bislang hatten die Helfer immer in Eigenregie die Sperrung der Bundesstraße organisiert. Diese Regelung wurde von der Städteregion in diesem Jahr nicht mehr akzeptiert. „Das ist ja auch richtig“, zeigt Karl Arnolds volles Verständnis für diese Anordnung.

Weniger Verständnis hat er allerdings für eine weitere Auflage. Demnach dürfte der TSV Kesternich den Duathlon nicht mehr als Wettkampfveranstaltung durchführen, sondern nur als „touristische Ausfahrt“ ohne Wettbewerbscharakter deklarieren. Außerdem wurde verlangt, dass große Teile der 16,8 Kilometer langen Strecke gesichert werden müssten. An der Bundesstraßen-Querung müssten zudem zwei Polizeibeamte postiert sein. Diese Streckensicherung hatten an den wichtigen Punkten in den Jahren zuvor die freiwilligen Helfer mit Unterstützung der Feuerwehr Kesternich übernommen.

Angesichts solcher Auflagen sehen sich Karl Arnolds und sein Team nun nicht mehr Lage den Duathlon zu veranstalten. Den Teilnehmern, die zum Teil von weither anreisten, muss er nun schweren Herzens absagen. Im vergangenen Jahr waren 55 Starter auf die Strecke geschickt worden.

Einer spontanen Anregung der Städteregion, die Duathlon-Strecke künftig als Rundkurs anzubieten, kann Karl Arnolds nicht folgen: Wie bei allen Laufveranstaltungen in der Eifel komme es auch beim Duathlon für die Teilnehmer neben der sportlichen Herausforderung vor allem auf das Landschaftserlebnis an.

Inzwischen hat das Amt für Straßenbau und Verkehrslenkung der Städteregion weitere Konsensgespräche mit dem Veranstalter gesucht. „Man muss den Kesternicher Duathlon jetzt nicht für alle Zeiten beerdigen“, schätzt Städteregions-Sprecher Detlef Funken die Gesprächsatmosphäre ein. Angesichts des hohen Verkehrsaufkommen auf der B 266, gerade sonntags, könne sich der TSV eigentlich glücklich schätzen, dass es bislang noch nie zu einem Zwischenfall gekommen sei. Er unterstrich seitens der Städteregion die Bereitschaft, gemeinsam mit dem Veranstalter nun zu erörtern, wie man die Auflagen vielleicht in Übereinstimmung mit der Veranstaltung bringen könne.

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