Kesternich inthronisiert sein doppeltes Kaiserpaar

Von: M. S.
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„Hoch lebe unser Kaiserpaar!“ Im Hofe ihrer Residenz nahmen Hubert und Ingrid Roder die Parade ihrer Hubertus–Schützen und der Kester Dorfvereine ab. Petrus trug mit mild–abendlichem Kaiserwetter zum Gelingen der Kirmes–Feierlichkeiten bei. Rechts von den Regenten: Jungschützenprinz Norman Bonné und Partnerin Nadja Grabert. Foto: Manfred Schmitz

Kesternich. Gäbe es die gute alte Musikbox noch – in Kesternichs Gastwirtschaften liefe der Plattenteller mit dem „Kaiserwalzer“ derzeit heiß! Denn zu einem bunten Kirmesprogramm am langen Wochenende bildete die Samstagabend im Festzelt am Ehrenmal vollzogene Inthronisation des Schützen-Kaiserpaares Hubert und Ingrid Roder einen absoluten Höhepunkt der Feierlichkeiten.

Und dies auch noch bei ungetrübtem Kaiserwetter. Hubert Roder trägt derzeit – nach 1987 und 2008 – zum dritten Mal die Königskrone und damit einen noch höheren Dienstgrad. Seine Mitregentin, Ehefrau Ingrid, errang 1992, 2001 und 2003 ihrerseits höchste Schützenmeriten und machte das Haus Rurberger Straße 26 zur Doppel–Kaiserresidenz. Diese präsentierte sich als von fleißigen Nachbarshänden mit frischen Frühlingsblumen und schwungvollen Girlanden liebevoll geschmückte Hofburg.

Zeigten die hoch dekorierten Schwergewichte der Kesternicher Sankt–Hubertus–Bruderschaft angesichts Dauerehrungen und Huldigungen ihrer Mitbürger und Untertanen Spuren von Lampenfieber und Nervosität? „Iwo“, verneint Ingrid Roder gelassen, „spätestens beim dritten Mal kommt Routine ins Spiel, man behält die Ruhe.“ Ehemann Hubert („Bei meinem Vornamen konnte ich ja nicht woanders Bruderschaftler werden als in meinem Heimatort“) leistete bis dato 36 Jahre Vorstandsarbeit, davon 14 als erster Vereinsvorsitzender. Nach dieser Tätigkeit an der Spitze wurde der 60–jährige Elektriker 2012 von Heinz Siemons als Brudermeister abgelöst. Die derzeitige Rodersche Doppel–Titelträgerschaft dürfte zu den absoluten Raritäten in der wechselvollen Nordeifeler Schützengeschichte zählen.

Mit klingendem Spiel und im farbenprächtigen Festzug machten Kesternichs Ortsvereine „den Kaisers“ Roder ihre Aufwartung. Zur Parade musizierten die „Diana“-Musikanten im Duett mit dem Trommler– und Pfeiferkorps. Mit Abordnungen der Feuerwehr und des Karnevalsvereins „Kester Lehmschwalbe“ gedieh das Treffen von Freunden und Nachbarn zum melodischen Platzkonzert an einem milden Nordeifeler Sommerabend.

Im Geleit – nach obligater Stärkung, versteht sich – ging es zum Festzelt, wo das Inthronisations-Zeremoniell ganz im Zeichen einer zünftigen Fußball–Party stand. Auf Großleinwand konnten Hubert und Ingrid samt stattlichem Gefolge die WM–Begegnung Deutschland gegen Ghana auf Großleinwand live verfolgen.

Ein grünweißes Fahnenmeer zierte Kesternichs Hausfassaden und öffentliche Gebäude schon seit Tagen. Sie gaben das unmissverständliche Signal: Kirmes em Dorp!

Den Auftakt bildete Freitagabend der große Kirmesball. Besucher bedauerten freilich: „Sein sorgsam arrangiertes Programm hätte viel mehr Publikum verdient gehabt!“ So mühte sich die Coverband „Kontrollverlust“ redlich um unterhaltsame Stimmung und Animation Tanzwilliger.

Zum samstäglichen Inthronisationsakt sorgte DJ „Rental“ für die rechten Töne.

Der Kirmeszug am Sonntag formierte sich an der Pfarrkirche Sankt Peter und Paul und zog mit Sang und Klang durch den Ort. Vom heiteren Frühschoppen war der Übergang in eine nicht minder gesellige und schmackhafte Cafeteria am frühen Nachmittag fließend. Hierzu kamen insbesondere kleine Kirmesgäste auf ihre Kosten; Hüpfburg und lustige Clownerien stießen auf reichlich Zuspruch der Jungen und Mädchen und gönnten so deren Betreuern eine geruhsame Kaffeepause.

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