Keine Überraschung mehr: Roters geht, Krischer kommt

Von: Michael Hamacher
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Nordeifel. Was am Dienstag noch als Überraschung gehandelt wurde, erwies sich am Mittwochabend als allgemein bekannt: Jürgen Roters, seit dem Vorjahr Oberbürgermeister von Köln, legte sein Amt als Vorsitzender des Fördervereins Nationalpark Eifel wegen Arbeitsüberlastung nieder.

Sein Nachfolger wurde auf Vorschlag des Vorstandes des Fördervereins der Dürener Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer (41) von Bündnis 90/Die Grünen; er erhielt 54 von 64 möglichen Stimmen. Der Verein zählt zurzeit rund 800 Mitglieder.

Schon in seiner Vorstellung vor der Wahl umriss der im Nationalparkort Hergarten aufgewachsene Krischer seine Ziele und Aufgaben. „Die Etablierung des Nationalparks, ein Jugendtraum von mir, ist der Erfolg vieler Menschen. Nun ist die Zeit seiner Konsolidierung vorbei. Und auch die Zeit, als die Frage nach dem Sinn des Fördervereins vor zwei Jahren im Raum stand, als die Fördertöpfe versiegten. Noch ist er ein Zielnationalpark und noch brauchen wir Impulse und Unterstützung aus der Bevölkerung, weil sie sehr wichtig sind.”

Er betrachte den Nationalpark zuvorderst als Naturschutzgebiet und nicht als „Tummelplatz für Touristen”, aber auch als Aushängeschild der Eifel. Neue Ideen würden notwendig sein, das Schutzgebiet weiter zu entwickeln.

Der Förderverein biete sich als Partner der Nationalparkverwaltung und des -forstamts, aber auch der übrigen Vereinen und Naturschutzeinrichtungen sowie der Kommunen an.

Eine dringliche vereinsinterne Aufgabe wurde ihm noch am Abend vor Augen geführt, ausgelöst durch das ebenso um- wie unverständliche Prozedere der Wahl der Vorstandsmitglieder, das bei den meisten Mitgliedern Kopfschütteln auslöste. Angeblich, so hieß es aus den Reihen der Vorstandsmitglieder, sehe die Satzung in jedem Fall eine geheime Abstimmung vor.

So kam es zeitweise zu einem unerwarteten und unerfreulichen Durcheinander. Einige Mitglieder zweifelten die Wahl zudem an, da die Beschlussfähigkeit der Versammlung nicht festgestellt worden sei.

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