Nordeifel - Keine Spur mehr vom Großfeuer im Hohen Venn

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Keine Spur mehr vom Großfeuer im Hohen Venn

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Der Großbrand im Hohen Venn i
Der Großbrand im Hohen Venn ist Vergangenheit: Ein halbes Jahr danach werden jetzt die im April 2011 zerstörten Wanderstege neu verlegt. Foto: Manfred Hilgers

Nordeifel. Tiere auf der Flucht. Eine meterhohe Feuerwand, die sich langsam, aber zunächst unaufhaltsam durch die Natur frisst. Vom Einsatz gezeichnete Feuerwehrleute, die mit aller Kraft gegen den Brand ankämpfen. Szenen, die sich im April 2011 im Hohen Venn abspielten, als durch ein Feuer rund 1300 Hektar des Hochmoors verbrannten.

Doch inzwischen hat sich die Natur größtenteils wieder erholt. Schon wenige Monate nach dem Brand war kein Fleckchen des Moors mehr schwarz.

Hellgrünes Gras überwucherte den alten Brandherd, und auch die Tiere waren zurückgekommen. Die Natur hatte sich ihren Platz schnell zurückerobert. Langfristige Schäden am empfindlichen Ökosystem sind nicht zu erwarten.

Das kann man von der Infrastruktur, vor allem von den Wanderstegen, die auf einer Länge von 5,1 Kilometern zerstört wurden, noch nicht behaupten. An der deren Wiederherstellung wird derzeit gearbeitet.

In mehreren Phasen

„Das Material für die erste Phase des Neuaufbaus beziehungsweise der Reparatur ist bereits geliefert worden und es wird mit Hochdruck daran gearbeitet, die Stege in den kommenden Monaten nach und nach wieder zu errichten”, teilt das Verkehrsamt der Ostkantone mit. Allerdings sei das nicht ganz günstig.

„Der Preis pro laufendem Meter variiert zwischen 60 und 100 Euro, abhängig von der Auswahl des Holzes und der Lage der Stege”, so das Verkehrsamt. Daher werde der Wiederaufbau in mehrere Phasen unterteilt.

Knappe zwei Kilometer werden zurzeit aus hochwertigem Eichenholz in Angriff genommen und sollen bis Mitte März 2012 fertiggestellt sein. Weiteres Geld soll dann 2012 folgen, damit die Arbeiten möglichst schnell beendet werden können. Die Forstverwaltung der Wallonischen Region sah sich vor diesem Hintergrund verständlicherweise dazu gezwungen, die vom Feuer zerstörten Holzstege östlich der Achse Botrange-Baraque Michel zu sperren.

Davon betroffen sind vor allem alle Wanderstrecken (ab der Hillbrücke, dem so genannten Herzogenhügel) von Baraque Michel oder Botrange entlang des Hilltals in Richtung Eupen oder vorbei an Noir Flohay, Geitzbusch und dem Forstschutzgebiet Bongard. Hinweisschilder weisen die Besucher auf diese Problematik hin.

Infos für Besucher

„Gleichzeitig wurde zudem eine Ausweich-Trasse ausgeschildert”, heißt es in der Mitteilung des Verkehrsamts. Allerdings erhöhe sich die Länge dieser Wanderstrecke um rund fünf auf knapp zwölf Kilometer.

Nähere Informationen für Besucher über die aktuelle Zugänglichkeit des Hohen Venns erteilen das Büro der Forstverwaltung Mont Rigi, Telefon: (00 32) 80-44 72 73, das Naturparkzentrum Botrange, Telefon: (00 32) 80-44 03 00, oder das Naturhaus Ternell, Telefon: (00 32) 87-55 23.
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