Keine Schulbusse: Die ersten Schulen stellen den Betrieb ein

Von: P. St.
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Nordeifel. Nachdem es am Montag bereits zu Beeinträchtigungen im Schulbusverkehr aufgrund der aktuell vorherrschenden extremen Witterungsverhältnisse gekommen ist, geht die Gemeinde Simmerath als Schulträger nun auf Nummer sicher.

Die Gemeinde hat sich vor dem Hintergrund, dass weitere starke Schneefälle angekündigt sind, dazu entschlossen, den Schulbusbetrieb einzustellen. Besonders unter Berücksichtigung der besonderen topografischen Situation mit großen Steigungs- und Gefällstrecken in der Region wurde entschieden, dass sowohl am heutigen Dienstag, 2. Februar, wie auch Mittwoch, 3. Februar, kein Schulbusverkehr zu den gemeindlichen Grundschulen in Simmerath, Lammersdorf, Kesternich und Steckenborn sowie zur Förderschule in Eicherscheid und zur Gemeinschaftshauptschule Simmerath durchgeführt wird.

Die Grundschulen in Simmerath wie auch die Förderschule Eicherscheid bleiben an beiden Tagen allerdings zu den üblichen Unterrichtszeiten geöffnet, das heißt es findet normaler Unterricht für die Schülerinnen und Schüler statt, die nicht auf den Schulbustransfer angewiesen sind oder auf privatem Wege zur Schule befördert werden.

Die Gemeinschaftshauptschule Simmerath stellt allerdings am Dienstag und Mittwoch den Schulbetrieb komplett ein.

In der Stadt Monschau stellt sich die Situation anders dar, da hier kein Schülerspezialverkehr existiert, sondern die Schüler die üblichen Linienbusse nutzen. Mit Behinderungen wird dennoch zu rechnen sein.

Grundsätzlich gilt laut Schulministerium die Regel, dass bei plötzlichen extremen Witterungsverhältnissen die Eltern am Morgen selbst entscheiden müssen, ob der Schulweg für ihre nicht volljährigen Kinder zumutbar ist.

Wenn sich Eltern dafür entscheiden, ihr Kind nicht zur Schule zu schicken, muss die Schule darüber unverzüglich informiert werden. Da das Nichterscheinen in der Schule in derartigen Fällen entschuldigt ist, können Schülerinnen und Schülern hieraus auch keine negativen Konsequenzen entstehen. Für versäumte Klassenarbeiten bieten die Schulen einen Nachschreibetermin an.

Die Verkehrslage wurde im Laufe des Tages auch in der Eifel immer angespannter. An Steigungsstrecken wie im Lammersdorfer Berg standen Lastwagen quer, und der Tagesdurchschnitt von 51 Verkehrsunfällen in der Städteregion war schon am späten Montagmittag erreicht. Allein 30 Unfälle mit Blechschaden ereigneten sich in Aachen, allerdings nur einer in Monschau, ebenfalls einer in Roetgen und zwei im Gemeindegebiet Simmerath.

Probleme gibt es auch bei der Abfallentsorgung: Der Firma Förster Umweltdienste war es am Montag nicht möglich, die Abfuhr der gelben Säcke/Tonnen insbesondere in den Ortschaften Rurberg und Woffelsbach in allen Bereichen vorzunehmen.

Da mit einer schnellen Verbesserung der Straßenverhältnisse nicht zu rechnen ist, wird deren Abfuhr auch in den kommenden Tagen in den Rurtalorten sowie in Straßen mit starkem Gefälle nicht möglich sein.

Auch die Regioentsorgung befürchtet Probleme: Die Abfuhr von Restmüll, Biomüll und Altpapier könne aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse derzeit insbesondere in den Rurtalorten sowie auf Gefällstrecken nicht gewährleistet werden.

Die Entsorgungsunternehmen teilen mit, dass bei der nächsten planmäßigen Abfuhr zusätzliche Beistellsäcke, die in etwa dem Volumen der nicht geleerten Tonnen entsprechen, kostenlos mitgenommen werden.
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