Keine Langeweile in Konzen: Bei der Ferienbetreuung haben Kinder die Wahl

Von: ag
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Tatendurstig und guter Laune sind die Kinder, die bei der dreiwöchigen Ferienbetreuung im Sportpark Konzen mitmachen.

Konzen. Zwei Mädchen stöckeln in langen Kleidern auf viel zu großen Schuhen, die sie in der Verkleidungsecke gefunden haben, durch das Gebäude. Andere haben zu Farbe und Papier gegriffen und erschaffen kleine Kunstwerke. Draußen auf dem Kunstrasen des Sportparks in Konzen jagen derweil einige Jungen einem Ball hinterher, und ein paar Meter weiter am Spielfeldrand wird mit Y-Tong-Steinen gebastelt.

Die Kinder, die an der dreiwöchigen Ferienbetreuung des Fördervereins Ferienfreizeit Monschau im Sportpark in Konzen teilnehmen, haben die freie Wahl, wie sie ihre Zeit verbringen wollen.

„Dass die Kinder frei entscheiden können, kommt besonders gut an. Daraus entwickelt sich viel freies Spiel. Angebote gibt es immer. Einige Kinder machen alles mit, manche aber auch nicht. Das ist sehr unterschiedlich“, sagt der stellvertretende Leiter der Ferienbetreuung, Daniel Mertens aus Kalterherberg. Der 26-Jährige absolviert zurzeit ein duales Studium der Sozialpädagogik und bringt sich ehrenamtlich ein.

45 Kinder sind dabei

45 Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren werden montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr betreut. Unterstützung erhalten Daniel Mertens und die Leiterin Marita Delvenne dabei von zehn jugendlichen Betreuern zwischen 13 und 16 Jahren.

Viele von ihnen haben zuvor selbst begeistert an der Ferienbetreuung teilgenommen. Dazu gehören auch der 14-jährige Arnd Hautermanns aus Mützenich und der gleichaltrige Kai Aschermann aus Bergstein. „Ich war als Kind dreimal dabei und bin jetzt seit zweieinhalb Jahren Betreuer“, erzählt Kai, der damals durch seinen Onkel auf die Ferienbetreuung aufmerksam wurde, als er wie so oft in den Ferien bei seiner Oma in Mützenich übernachtete. „ Es macht mir Spaß, mit den Kindern etwas zu unternehmen und mit ihnen zu spielen. Beim Fußball versuche ich, ihnen auch etwas beizubringen“, sagt Kai. Arnd war ebenfalls dreimal dabei, bevor er sich als Betreuer engagierte. Ähnlich ist es auch bei der 15-jährigen Samira Davtalab aus Konzen, die mit zwei Mädchen am Tisch sitzt und mit ihnen malt.

„Am liebsten mag ich, zu malen und in der Verkleidungsecke zu spielen“, verrät die sechsjährige Ella aus Mützenich. Malen und Basteln stehen auch bei der sechsjährigen Franka aus Monschau hoch im Kurs. Für die elfjährige Jade aus Mützenich ist das Waveboardfahren das größte Vergnügen. Besonders beliebt bei den Kindern ist aber das Werwolf-Kartenspiel. „Manchmal sitzen dann bis zu 25 Kinder stundenlang in einer Runde und spielen miteinander“, sagt Kai.

Langweile dürfte bei der Ferienbetreuung kaum aufkommen, denn die Betreuer organisieren immer wieder spaßige Attraktionen für die Kinder. Zum Beispiel wird bei gutem Wetter auch mal eine Hüpfburg aufgebaut, auf der sich die Kinder austoben können, oder Cola-Kästen werden aufeinander gestapelt, die die Kinder dann mit einem Seil gesichert erklimmen dürfen.

Fußballturniere und Gesellschaftsspiele dürfen auch nicht fehlen. Für die Kinder ab dem dritten Schuljahr steht freitags außerdem Zelten mit Nachtwanderung auf dem Programm. Jeden Mittwoch wird ein kostenloser Tagesausflug angeboten. In der ersten Woche wurde der Tierpark in Aachen besucht, in der zweiten Woche das Bubenheimer Spieleland und in dieser Woche der Spielplatz in Walheim. Zusätzlich steht jeweils freitags immer der beliebte Spiel- und Spaßtag im Vennbad auf dem Programm.

Selbstverständlich wird auch für das leibliche Wohl der Kinder gesorgt. Morgens beginnt der Tag mit einem reichhaltigen Frühstück und mittags gibt es ein warmes Mittagessen, das von der Eifelklinik in Simmerath zum Sportpark in Konzen gebracht wird.

Kein Wunder, dass es vielen Kindern so gut gefällt, dass sie später als Betreuer gerne wieder mit dabei sind.

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