Kein Geld für den Ausbau von Merzbrück

Von: Udo Kals
Letzte Aktualisierung:

Würselen/Düsseldorf. Die Ausbaupläne für den Flugplatz Merzbrück drohen zu scheitern.

Während die planerischen Vorbereitungen für die seit Jahren kontrovers diskutierte Verschwenkung und Verlängerung der Start- und Landebahn nahezu beendet sind, hat am Freitag der Haushalts- und Finanzausschuss im nordrhein-westfälischen Landtag die Mittel für das Projekt gestrichen. Wie im rot-grünen Koalitionsvertrag festgelegt, wird der Ausbau von Flugplätzen nun nicht mehr subventioniert.

Die auf Merzbrück insgesamt mit rund fünf Millionen Euro veranschlagte Verschwenkung und Verlängerung der Start- und Landebahn sollte zu 50 Prozent über Landesmittel finanziert werden. Für die andere Hälfte der Gesamtkosten kommen die Gesellschafter der Flugplatz Aachen-Merzbrück (FAM) GmbH auf, dies sind vor allem Stadt und Städteregion Aachen, Eschweiler und die Stadtentwicklungsgesellschaft Würselen.

Hintergrund für den Ausbau: Da nach einer seit 2005 geltenden EU-Richtlinie für den Geschäftsflugverkehr die jetzige Start- und Landebahn mit 520 Metern für viele Flieger zu kurz ist, soll eine komplett neue und fast doppelt so lange Piste gebaut werden. Diese soll sicherstellen, dass der Flugbetrieb in der jetzigen Form aufrechterhalten werden kann.

Reiner Priggen, Grünen-Fraktionschef im Landtag, sagte, dass im Lichte des vom NRW-Verfassungsgericht geforderten Sparkurses eine Konzentration der Mittel für Verkehrsprojekte erfolgen müsse. „Wir müssen überall rangehen”, sagte der Aachener Politiker. Dabei gebe es aber „den größten Bedarf beim Unterhalt der Straßen”. Andere Projekte könnten nicht weiterverfolgt werden.

FAM-Geschäftsführer Uwe Zink zeigte sich überrascht. „Nachdem uns das Land bisher unterstützt hat, glaube ich nicht, dass uns Düsseldorf nun im Regen stehenlässt.”
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