Rurberg - Kein Feuerwerk mehr in Woffelsbach

Kein Feuerwerk mehr in Woffelsbach

Von: Andreas Gabbert
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Die Besucher bestaunen das Feuerwerk über der Woffelsbacher Bucht: Im vergangenen Jahr hatten sie zum letzten Mal die Gelegenheit. In diesem Jahr wird es in Woffelsbach keinen Veranstaltungsbereich und auch kein Feuerwerk mehr geben. Foto: P. Stollenwerk
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Was aus den beliebten Drachenbootrennen wird, die im Rahmen des Rurseefestes in der Woffelsbacher Bucht stattfanden, ist zurzeit noch nicht klar: „Die Gespräche laufen noch.“ Foto: A. Gabbert

Rurberg. Das beliebte Volksfest „Rursee in Flammen“ feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag und geht mit einem überarbeiteten Konzept an den Start. Die größte Veränderung betrifft den Ort Woffelsbach.

Dort wird es keinen Veranstaltungsbereich und kein Feuerwerk mehr geben.

„Es wird für uns immer schwerer ehrenamtliche Helfer zu finden, um gemeinsam ein solch großes Volksfest überhaupt stemmen zu können“, sagt der Veranstaltungsleiter und Geschäftsführer des Orts- und Verkehrsvereins Rurberg-Woffelsbach, Sander Lutterbach, zur Begründung.

In Woffelsbach sei die Zahl der Personen, die sich für das Rurseefest engagieren, in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgegangen, so dass es schwierig wurde, für ein Programm und die Bewirtschaftung zu sorgen, die Bühnen aufzubauen, Stromkabel zu verlegen und Straßensperren aufzubauen. „Das blieb immer an wenigen Personen hängen. Irgendwann ist das dann in dieser Größenordnung nicht mehr zu stemmen“, sagt Lutterbach.

Nach der letzten Veranstaltung habe sich abgezeichnet, „dass die organisatorischen Schwierigkeiten so gravierend sind, dass die Veranstaltung in Woffelsbach leider nicht mehr fortgeführt werden kann“, erläutert Lutterbach. „Die Vereine haben ihr Möglichstes getan, leider kippt das Ganze irgendwann, wenn sich nicht mehr genügend Menschen engagieren. Wir hätten gerne in Woffelsbach weiter gemacht“, sagt Lutterbach.

Mit den Woffelsbacher Ortsvereinen sei gesprochen worden, diese wiederum hätten ihre Mitglieder angesprochen und sie aufgefordert, sich zu engagieren. „In den vergangenen Monaten hat es viele lange Abende gegeben, an denen wir x Möglichkeiten durchgespielt haben, Ende November ist dann die Entscheidung gefallen“, fasst Lutterbach zusammen.

Was aus den beliebten Drachenbootrennen wird, die im Rahmen des Rurseefestes in der Woffelsbacher Bucht stattfanden, ist zurzeit nicht klar. „Die Gespräche laufen noch.“

„Das ist schade, wir müssen uns aber selbst an die Nase fassen, schließlich konnten sich nicht genügend Vereine aufraffen, beim Rurseefest mitzumachen“, sagt Woffelsbachs Ortsvorsteher, Gerhard Schmitz. Während die Helfer immer weniger geworden seien, sei der Aufwand gestiegen. Nicht zuletzt durch die höheren Anforderungen, die das neue Sicherheitskonzept, das nach der Katastrophe bei der Love-Parade in Duisburg eingeführt werden musste, mit sich brachte.

Im Vergleich zu früheren Zeiten sei ein Engagement oft auch nicht mehr mit den Anforderungen am Arbeitsplatz zu vereinbaren, nennt Schmitz einen weiteren Grund. Außerdem sei der Ort vereinsmäßig eher dünn aufgestellt, überdies sind viele Mitglieder der Segel- und Angelvereine keine Woffelsbacher. „Die kommen, um ihre Freizeit hier zu verbringen und sich zu erholen, nicht um sich zu engagieren. Viele Menschen bei uns im Ort sind zum Beispiel Gäste auf den Campingplätzen und kommen nicht aus Woffelsbach. In diesem Zusammenhang ist das auch ein Problem“, sagt Schmitz. Schließlich sei dann auch noch der Verein der Aktiven Woffelsbacher abgesprungen, der noch mehrere andere Festivitäten im Ort organisiert, so dass schließlich nur noch der Musikverein Rurseeklänge übrig bleibe, der sich auch weiterhin für das Fest einsetzen will.

Die Aufrufe ernstgenommen

Reinhold Jansen, ehemaliger Ortsvorsteher von Woffelsbach und Vorsitzender der Aktiven Woffelsbacher, spricht von einer „ärgerlichen Sache“. Die Aktiven Woffelsbacher hätten die Aufrufe, sich zu engagieren ernstgenommen und versucht, „die Veranstaltung aufzumöbeln“. Die Zuschauerzahlen seien aber zu gering und die Kosten zu hoch gewesen. Außerdem konzentriere sich der Verkehrsverein aus seiner Sicht zu sehr auf Rurberg, „weil sich die Veranstaltung dort besser rechnet“.

„Vieles ist an uns hängen geblieben, wir haben aber auch einfach zu wenig Leute, um das zu stemmen“, sagt Jansen. Mit den Veranstaltungen „Wir sind wir – Ne Dach in Woffelsbach“, der „Lichterwanderung“, dem „Almabtrieb“ und dem „Weihnachtsbaumschmücken“ wollen sich die Aktiven Woffelsbacher aber auch weiterhin im Ort engagieren.

Die Planungen für das 50. Rurseefest, das in diesem Jahr vom 23. bis zum 26. Juli stattfindet, sind derweil im vollen Gange. „Es wird noch die ein oder andere Veränderung geben. Wir haben jede Menge Ideen, vieles ist aber auch noch unklar“, sagt Lutterbach.

Fest steht, dass das Angebot für die Kinder ausgebaut werden soll. Der Kinderflohmarkt und die Spielecke im Veranstaltungsbereich Im Sief seien im vergangenen Jahr sehr gut angekommen. Ausgebaut werden soll auch der „Crazy-Boat-Corso“. „Auch am Hauptprogrammpunkt, dem Feuerwerk in Rurberg, wird noch gefeilt.“

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