Kein Bett mehr frei in Simmerath

Von: P. St.
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Bis auf das letzte Bett belegt ist derzeit das Simmerather Krankenhaus. Der Vertrauen der Bevölkerung in die medizinische Kompetenz des Hauses scheint zurückzukehren. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Wenn den rund 190 Mitarbeitern des Simmerather St. Brigida-Krankenhauses an den bevorstehenden Karnevalstagen der Sinn nach Feiern steht, dann sollten sie unbeschwert die Gelegenheit nutzen, denn die momentane Stimmung im Hause scheint dazu angetan.

Seitdem eine Woche vor Weihnachten 2009 bekannt geworden ist, dass der Malteserorden als bisheriger Träger des Krankenhauses die Verantwortung an die Städteregion Aachen übertragen werden, ist ein Stimmungswechsel regelrecht spürbar - und das nicht nur bei den Mitarbeitern der über 100 Jahre alten Einrichtung.

„Im Moment ist im Simmerather Krankenhaus kein Bett mehr frei”, berichtete am Dienstag Dr. Guido Schneiders, Sprecher der Mitarbeitervertretung. Man habe sogar schon aufnahmewillige Patienten vertrösten müssen, weil alle 135 Betten belegt seien - eine Situation, die das Simmerather Krankenhaus seit Jahren nicht mehr gekannt hat.

Ende der vergangenen Woche fand auf Initiative der Städteregion im Krankenhaus eine Informationsveranstaltung für die Mitarbeiter statt. Rund die Hälfte der Beschäftigten nahm daran teil. Neben Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Finanzdezernent Axel Hartmann nahmen auch MdL Axel Wirtz und Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns an der Runde teil, deren Sinn darin bestand, die Mitarbeitern über die Sachlage in Zusammenhang mit dem Mitte des Jahres anstehenden Trägerwechsel zu informieren. Dr. Guido Schneiders sprach von einer „sehr konstruktiven” Veranstaltung, und die Mitarbeiter hätten „ein gutes Gefühl” mit nach Hause genommen. Er habe bei den Kollegen eine „Aufbruchstimmung” gesehen, und man sehe dem Trägerwechsel nun „freudig entgegen.”

Auch den wenige Tage vor Weihnachten gekündigten Mitarbeitern der Bäderabteilung im Krankenhaus habe die Informationsveranstaltung wieder neue Hoffnung gegeben, dass sie trotz der erhaltenen Kündigungsschreiben der Malteser ihren Arbeitsplatz nun doch behalten könnten.

Dass das Simmerather Krankenhauses seit einem Monat deutlich gestiegene Belegungszahlen aufweist, führt Dr. Schneiders auf „mehrere Faktoren” zurück, wobei der anstehende Trägerwechsel ganz bestimmt ein wesentlicher Punkt sei.

Erfreut zeigten sich die Mitarbeiter, dass die Städteregion ihre Informationspolitik fortsetzen möchte. Am 18. März tagt der Städteregionstag, um weitere Beschlüsse im Hinblick auf die konkrete Gestaltung der neuen Trägerschaft zu fassen. Im Anschluss sollen die Mitarbeiter des Simmerather Krankenhauses dann erneut informiert werden.
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