Katzen waren „der Kracher“

Von: Karl-Heinz Hoffmann
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Nach allgemeinem Tenor der „absolute Kracher“ im Programm: Die Showtanzgruppe Dancefire präsentierte ihre Version von „Cats“ und empfahl sich damit durchaus für überregionale Auftritte. Foto: Hoffmann
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Für Ungeübte nicht für die Morgengymnastik geeignet: Nadine Neubacher bot einen Mariechentanz der Extraklasse.

Lammersdorf. Garden, Mariechen, Tanzgruppen, ein guter kölscher Büttenredner, ein Bundestambokorps, Feuerzauberer und als absoluter Höhepunkt Jürgen B. Hausmann sowie die Cats-Darbietung der hauseigenen Showtanzgruppe „Dancefire“ präsentierten die Karnevalsfreunde Lammersdorf 1935 e.V. (KFL) auf ihrer Prinzenproklamation am Wochenende in einem unterhaltsamen Programm.

So nebenbei betrieben die Laimischter Bessemsbenger unter ihrem neuen Prinzen Thomas III. (Gülpen) auch noch beste Werbung für die Region, da im Zelt über 130 Gäste aus Würselen weilten, die sich, angeführt von der kompletten Verwaltungsspitze der Stadt, beeindruckt von Programm, Prinz und Festzelt zeigten.

Dass man auf einer Sitzung auch einmal etwas völlig karnevalsuntypisches präsentieren kann, wurde am Schluss der Veranstaltung mit dem Feuerzauber-Duo „Chapeau bas“ gezeigt. Die Künstler faszinierten auf der abgedunkelten Bühne mit einer rasanten und teils magisch-mystischen Feuershow. Zunächst einmal „brannte“ aber das Zelt, als die Bessemsbenger mit allen Garden und musikalischer Unterstützung der Broom-Binder-Band einmarschierten, und Präsident Thomas Matheis endlich mit dem ersten „Laimisch Alaaf“ die Session bei den Bessemsbengern eröffnete.

Vor und nach der Proklamation des neuen Prinzen (wir berichteten) erhielten Ehren- und Jugendgarde viel Beifall für ihre gezeigten Tänze, wobei die Jugendgarde, die von Christina Tinz trainiert wird, erneut erkennen ließ, dass man sich um die Tanzabteilung für die Zukunft keine Sorgen machen muss.

Der „Kölsche Schutzmann“ (Jupp Menth) stieg danach in die Bütt und gab zunächst einmal zu, dass er aus einer Zeit stamme, als die Frauen noch keine Widerworte gaben. Zum Vergnügen des Publikums zog er so manchen Politiker durch den Kakao und betitelte Claudia Roth als den „Buntspecht der Grünen“, die sich abends die Tränensäcke auffülle, damit sie Nachts besser „durchknatschen“ kann.

Das Bundestambokorps Alte Kameraden 1922 e.V. aus Würselen marschierte hiernach unter klingendem Spiel und Begleitung von einigen Würselener Ex-Prinzen ein, die dem beruflich in Würselen tätigen Thomas III. mit alten Fastelovendsliedern ein Ständchen brachten.

Ein Ständchen anderer Art zeigte danach Prinzenmariechen Lisa Becker, die zu Ehren des Prinzen ihren Tanz vorführte. Die folgende Vorführung des Elferrates war wie meist in Lammersdorf eine viel beklatschte Darbietung. Das Gefolge des Prinzen führte einen Tag aus seinem Leben vor, wobei Ute Offermann aus den in mehreren Monaten „getrimmten“ Akteuren die absolute Geschmeidigkeit herausgekitzelt hatte.

Stehenden Applaus erntete danach Funkenmariechen Nadine Neubacher. Sie zeigte auf den Bühnenbrettern mit viel Ausstrahlung, einer fein abgestimmten Musik und toller Akrobatik einen Tanz, der in die Kategorie „Spitzenklasse“ einzuordnen ist. Hiernach ging es hochkarätig weiter und im Tenor der meisten Besucher folgte der absolute Höhepunkt im Sitzungsprogramm. Die Showtanzgruppe „Dancefire“ präsentierte mit ihrer „Cats-Version“ ihren neuen Tanz, der noch lange nach Sitzungsende in aller Munde war und das gesamte Zelt von Beginn an in seinen Bann zog. Man kommt schwer umhin in Superlative zu verfallen, da man schon beim Anblick der Kostüme der Kater, Katzen und Kätzchen fasziniert war. Die Truppe von Natascha Mingers war schlicht und einfach umwerfend und Präsident Matheis schwor: „Ich esse ab heute nur noch Whiskas!“.

So kann man in diesem Zusammenhang auch einmal nebenbei erwähnen, dass der absolute Star des Abends, Jürgen B. Hausmann, trotz vorgerückter Stunde im Zelt allgemeine Aufmerksamkeit erhielt und beste Unterhaltung bot. Als Fazit der Proklamation darf man von einer äußerst gelungenen Veranstaltung sprechen, bei der das einzige Manko war, dass im hinteren Zeltteil, wo Gastvereine und ein Teil der Ehrengäste platziert waren, etwas zog und die Bewirtung etwas „holprig“ von der Hand ging.

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