„Kasalla“ lässt auf der Burg die Tribünen wackeln

Von: ag
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Sänger Bastian Campmann, Gitarrist Flo Peil, Keyborder René Schwiers, Bassist Sebastian Wagner, Schlagzeuger Nils Plum und Cellistin Lena Wolf genossen das Spiel mit dem Publikum. Foto: A. Gabbert

Monschau. Die Stuhlreihen auf den Tribünen auf der Monschauer Burg hätten auch schon vor dem letzten Konzert am Sonntagabend abgebaut werden können. Die Band „Kasalla“ hatte gerade einmal die ersten Akkorde gespielt, schon stand das Publikum, klatschte und sang.

Mit „Home es wo d‘r Dom es“ bekannten sich die Musiker gleich zu ihrer Liebe zu „der Stadt met K“. Beim zweiten Stück hatten die Fans längst die „Häng huh“. Gemeinsam mit dem Publikum folgte der Countdown für „Stäänefleejer“, bevor die Reise nach „Köllefornia“ ging. „Ihr dürft ruhig mitgröhlen“, forderte Sänger Bastian Campman die Zuhörer auf und lud zu einem Wettbewerb zwischen den beiden voll besetzten Tribünen im Klatschen und Singen ein.

Dann prüften die fünf Kölschrocker, ob auch alle genug zu trinken hatten und forderten: „ Alle Jläser huh“. Bei diesem und anderen bekannten Liedern aus dem Karneval, erwies sich das Publikum als so textsicher, dass es stellenweise auch ohne Band auskam.

Die Musiker beherrschen aber auch die eher und ruhigen und leisen Töne. Dass es nicht immer laut sein muss, bewies der „Dä Jung met d‘r Jittar“. „Um die fünf Typen aufzuwerten“ bat Campmann schließlich die Cellistin Lena Wolf auf die Bühne, was dem Ganzen dann doch noch einen winzigen Hauch von Klassik verlieh. „Alles weed jot“, waren sich Band und Publikum sicher, um dann festzustellen: „Dat Beste an mir bes Du“. Ob dies die „Nit die janze Wohrheit“ war, sei dahingestellt.

Sänger Bastian Campmann, Gitarrist Flo Peil, Keyborder René Schwiers, Bassist Sebastian Wagner und Schlagzeuger Nils Plum genossen das Spiel mit dem Publikum und baten „Hür niemols op ze singe“.

„Lev Jonge un Mädche in Monschau. Lasst us in die Häng klatsche und zusamme laut sein“, sagte der Sänger ans Publikum gewandt, das zu diesem Zeitpunkt schon inbrünstig „Kumm mer lääve“ sang und für die ein oder andere Gänsehaut sorgte.

Nach einer kurzen Diskussion, ob man nun auf einer Burg oder auf einem Schloss ist, und ob man als Kind lieber mit Rittern oder Piraten gespielt hat, war dem Publikum klar, dass jetzt nur der Hit „Pirate“ folgen konnte. Auch danach war die Band „Immer noch do“.

Lichtermeer zu sanften Tönen

Um Zugaben ließen sich die Kölschrocker nicht lange bitten. Beim Kracher „Stadt met K“ wackelten die Tribünen und das Publikum wollte gar nicht mehr aufhören – immer wenn die Band zum nächsten Lied wechslen wollte, stimmten die Fans erneut den Refrain an. „Das ist also das Klassikpublikum, von dem man immer so viel hört“, sagte der Sänger lachend.

Zum Abschluss wurde es dann mit „Bütz mich“ noch mal besinnlich. Feuerzeuge, Taschenlampen und Handys wurden gezückt, um die Burg in ein Lichtermeer zu verwandeln. Als das Lied mit sanften Cellotönen ausklang, stimmte das Publikum wieder den Refrain von „Stadt met K“ an. Dieses Spiel wiederholte sich mehrfach, bevor sich die Musiker mit „Mer sinn uns widder“ verabschiedeten.

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