Karnevalsfreunde sehen alternativen Zeltstandort kritisch

Von: P. St.
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Als möglicher neuer Zeltstandort für Lammersdorf in der Prüfung: Die Fläche an der ehemaligen Wagenhalle auf dem Gelände der Firma Junker.

Lammersdorf. „Es herrscht viel Unruhe im Ort“, bringt Winfried Maassen die Befindlichkeit in Lammersdorf auf den Punkt. Das Vorstandsmitglied der Karnevalsfreunde Lammersdorf ist mittendrin in der aktuellen Diskussion um den künftigen Standort für das Festzelt des ältesten Karnevalsvereins im Altkreis Monschau.

Es geht um weit mehr als nur um einen Ortswechsel für die Karnevalsveranstaltungen; einige sehen mit der Zeltfrage die Zukunft des Vereins verknüpft. Wie mehrfach berichtet, möchte die Discounterkette Norma auf dem Dorfplatz in Lammersdorf eine Filiale bauen, genau dort, wo die Karnevalsfreunde im Winter ihr Festzelt errichten.

Die Gemeindeverwaltung hatte sich derweil schon einmal auf die Suche nach einem Alternativstandort für das Zelt gemacht und fand die Unterstützung der Lammersdorfer Firma Junker, die eine asphaltierte Fläche an der ehemaligen Wagenhalle zur Verfügung stellen würde. Hier fand nun vor einigen Tagen ein Ortstermin statt, um den möglichen neuen Aufstellplatz auf seine Tauglichkeit hin zu prüfen.

Winfried Maassen nahm an diesem Termin teil, und sah wie die anderen Teilnehmer auch, am Ende noch großen Beratungsbedarf. Eine Sorge mehr nahm er allerdings auch mit: „Ich habe nicht erkennen können, dass die Lärmbelastungssituation am neuen Standort geringer wäre als am jetzigen.“ Auch in diesem Bereich gebe es Konfliktpotenzial. Diese und andere Fragen wolle die Gemeindeverwaltung Simmerath aber fachlich prüfen.

Wille der Bevölkerung maßgebend

Grundsätzlich wolle man sich seitens der Karnevalfreude daran orientieren, „was die Bevölkerung will“. Wenn die Mehrheit der Bürger einen Norma-Markt auf dem Dorfplatz möchte, „werden wir das akzeptieren und nach einem neuen Platz für das Zelt Ausschau halten“. Zunächst einmal sei es wichtig, dass die nächste Karnevalssession wie gewohnt über die Bühne gehen könne.

In Zurückhaltung übt sich nach dem Besichtigungstermin auch Ortsvorsteher Franz-Josef Hammelstein. Es gehe jetzt darum, den alternativ vorgeschlagenen Standort für das Festzelt von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Sowohl die planungsrechtliche Seite wie auch Fragen der Lärmemission sowie bauliche Aspekte auf dem leicht abfallenden Gelände müssten detailliert geprüft werden. Im Umlauf befindliche Kostenschätzungen in fünfstelliger Höhe für die Herrichtung des neuen Platzes auf dem Junker-Gelände bezeichnete Hammelstein als „reine Spekulation“.

Bis zur Bürgerinformation am 20. September sollen die offenstehenden Fragen geklärt werden.

Darauf hofft auch Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der zu dem Ortstermin eingeladen hatte. Sowohl der bauliche Aufwand, Fragen der Ver- und Entsorgung, aber auch Lärmemissionen seien Teil dieser Prüfung. Auch das Gespräch mit den nächsten Anwohnern werde man suchen. Hermanns hält in der Sache selbst noch einmal fest, dass es die entscheidende Frage sei, „ob die Ansiedlung eines Norma-Marktes die damit verbundenen Kompromisse überragt“.

Entscheiden über den Verkauf des Grundstücks auf dem Dorfplatz werde am Ende der Gemeinderat unter Berücksichtigung des Gesamt-Meinungsbildes in Lammersdorf.

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