Nordeifel - Karneval: Ein paar kleinere Schlägereien, sonst „wars ruhig”

Karneval: Ein paar kleinere Schlägereien, sonst „wars ruhig”

Von: Ernst Schneiders
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Einen Rettungshubschrauber im
Einen Rettungshubschrauber im Vorgarten hat man auch nicht so häufig. Er flog einen Roetgener ins Krankenhaus, der einen Stromschlag erlitten hatte. Foto: psm

Nordeifel. In einer Gaststätte in Simmerath meinten am Sonntagabend zwei Männer, sich gegenseitig verprügeln zu müssen. Einer gab dem anderen einen Schlag auf die Nase, so dass der keine Pappnase mehr brauchte. „Bis auf kleinere Schlägereien dieser Art war es ruhig” bilanziert die Polizei.

Weniger ruhig ging es am Montagabend auf der Schleidener Straße zwischen Höfen und Monschau zu. Dort fuhr nach Polizeiangaben kurz nach halb zehn auf der abschüssigen Straße ein 18-jähriger Autofahrer aus Konzen mit seinem Pkw in einer Linkskurve geradeaus. Eine drei Meter tiefe Böschung konnte ihn genauso wenig stoppen wie einige Bäume. Der Wagen kam etwa 40 Meter von der Straße entfernt auf einem Feld zum Stehen.

Widersprüchliche Angaben

Der junge Mann, der dem Alkohol zugesprochen hatte, wurde bei diesem Unfall schwer verletzt und musste ins Krankenhaus. Er hatte sich noch an den Straßenrand geschleppt und einen Notruf losgeschickt, jedoch, so Polizeisprecherin Sandra Schmitz, waren seine Angaben ungenau und so dürftig, dass es den Beamten nicht gelang, ihn zu lokalisieren. Das erledigte dann zehn Minuten später ein anderer Autofahrer, der vorbeifuhr und den jungen Mann am Straßenrand sah.

Gegenüber den Beamten machte der 18-Jährige widersprüchliche Angaben, wollte gar nicht selbst gefahren sei und nannte die Namen von angeblichen weiteren Insassen, so die Polizeisprecherin weiter. Das wiederum veranlasste die Polizei, den Hubschrauber anzufordern und die Monschauer Feuerwehr um Unterstützung zu bitten, denn es war nicht auszuschließen, dass weitere Personen in der Dunkelheit auf dem Feld lagen, bewegungsunfähig oder besinnungslos.

Die Feuerwehr, so deren Sprecher Heiner Sauren, leuchtete das Gelände großflächig aus. Auch wurde das Areal mit Wärmebildkameras abgesucht. Das Knattern des Hubschraubers schreckte etliche Bewohner auf. Gefunden wurde niemand. Die Polizei geht nach dem derzeitigen Ermittlungsstand davon aus, dass der 18-Jährige allein unterwegs war. Sein Wagen wurde „völlig deformiert”, so die Polizeisprecherin, und ist ein Totalschaden.

Den karnevalistischen Unterhaltungswert vermisste auch die Aufsicht in einer Simmerather Spielhalle an der Hauptstraße in der Nacht zu Samstag. Gegen viertel vor ein stand sie zwar zwei Maskierten gegenüber, doch waren das keine Clownsgesichter, sondern Sturmmasken. Einer der beiden Räuber hantierte mit einem „schwarzen Revolver” und verlangte Bares. Mit der Beute machte sich das Duo durch den Hintereingang der Spielhalle aus dem Staube.

Eine sofortige Fahndung der Polizei verlief ergebnislos. Die Täterbeschreibung ist nicht sonderlich ergiebig. Der eine Räuber soll etwa 1,75 Meter, der andere circa 1,80 Meter groß. Beide trugen schwarze Sturmmasken. Wer mit diesen Angaben etwas anzufangen weiß oder Beobachtungen gemacht hat, der wird gebeten, sich mit der Polizei in Aachen unter der Telefonnummer 0241/9577-31301 in Verbindung zu setzen.

Mit allen fünf Fahrzeugen

Mit 31 Männern und allen fünf Fahrzeugen rückte die Roetgener Feuerwehr am Montagmittag zur Schwerzfelder Straße aus. Dort hatte, so die Polizei, ein 56-jähriger Mann mit einem Alu-Besen die Photovoltaik auf seinem Dach vom Schnee befreien wollen. Dabei geriet er mit dem Metallbesen unglücklicherweise an die Oberleitung und erlitt einen Stromschlag. Die Feuerwehr brauchte nicht einzugreifen, denn der Verletzte wurde im Haus vom Notarzt versorgt und anschließend mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Nachmittags wurde der Löschzug erneut alarmiert, denn an der Hauptstraße in Roetgen war der Keller eines Hauses mit Wasser vollgelaufen. Mit zwei Tauchpumpen und einem Nasssauger nahm sich die Wehr bis 18 Uhr des 20 Zentimeter hohen Pegels an.
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