Karl-Heinz Hermanns wird neuer Bürgermeister von Simmerath

Von: P. St.
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Karl-Heinz Hermanns (CDU) ist neuer Bürgermeister der Gemeinde Simmerath. Als fairer Verlierer gratulierte
am Abend im Ratssaal SPD-Kontrahent Gregor Harzheim (re.). Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Karl-Heinz Hermanns (CDU) ist für sechs Jahre zum neuen Simmerather Bürgermeister gewählt worden. Mit 54,89 Prozent (4505 Stimmen) ließ erden SPD-Konkurrenten Gregor Harzheim, der auf 45,11 Prozent (3703 Stimmen) kam um knappe 10 Prozent hinter sich.

Die Partei des neuen Bürgermeisters konnte allerdings ihrem Spitzenmann nicht folgen und rutschte erstmals bei einer Kommunalwahl unter die 50 Prozent-Marke. Mit 49,05 Prozent verlor sie die absolute Mehrheit im Gemeinderat und verschlechterte sich gegenüber 2004 um fast acht Prozent und verliert gleichzeitig zwei Sitze im Gemeinderat.

Die Christdemokraten sind damit die Wahlverlierer, während die SPD sich mit 25,25 Prozent um sieben Prozent verbesserte und zwei Sitze im Rat dazu gewann. Wahlgewinner ist auch die UWG, die sich mit 13,4 Prozent leicht verbesserte und einen Sitz mehr (jetzt vier) dazu gewann. Nur minimale Veränderungen gab es bei den Grünen (von 6,5 auf 6,2 Prozent verschlechtert) und bei der FDP (von 6,1 auf 6,2 Prozent verbessert), die bei je zwei Sitzen bleiben und sich enttäuscht zeigten.

Freier Fall der CDU Rollesbroich

Kurz vor 20 Uhr zeichnete sich ab, dass Karl-Heinz Hermanns es schaffen würde. Die Parteifreunde hielten ihn ständig auf dem Laufenden, während im Ratssaal, wo rund 50 Bürger die Wahl verfolgten, die Ergebnisse eintrafen. Es gab Beifall, als Wahlleiter Manfred Nellessen um 19.54 Uhr das Ergebnis bekanntgab. „Mit Freude” vernahm der neuen Bürgermeister das Ergebnis, das im übrigen nicht weit seiner persönlichen Prognose entfernt lag. Nicht in allen 16 Wahlbezirken hatte Karl-Heinz Hermanns die Nase vorn; in zwei Lammersdorfer Bezirken und in den beiden Steckenborner Bezirken war Gregor Harzheim der Gewinner, in Steckenborn-Ost waren es sogar fast 77 Prozent. Mit ebenfalls 77 Prozent erzielte Karl-Heinz Hermanns dieses Ergebnis in Einruhr, in Hammer brachte er es sogar auf 85 Prozent.

Aufhorchen ließ das geradezu sensationelle Ergebnis von Marc Topp (SPD) in Rollesbroich, der mit 73,6 Prozent sich gegenüber 2004 um fast 30 Prozent verbessert und die CDU im freien Fall auf 19,1 Prozent abstürzen ließ.

In Einruhr gab es für Christoph Poschen mit 81 Prozent den höchsten CDU-Sieg im Gemeindegebiet, was der UWG mit ihrem Bewerber Helmut Keischgens in Kesternich-Unterdorf mit 33 Prozent gelang.

Das Riesen-Ergebnis in Rollesbroich dürfte wohl der CDU im Gemeinderat wohl die absolute Mehrheit gekostet haben; sie besitzt jetzt nur noch die Hälfte der 32 Ratssitze, die 33. Stimme hat der Bürgermeister.
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