Konzen - Kameradschaftsabende in Konzen begeistern das ganze Dorf

Kameradschaftsabende in Konzen begeistern das ganze Dorf

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Willi Jung erklärt den jungen Zuhörern beim Kinder und Jugendtag, wie Fachwerkhäuser gebaut werden. Foto: unter dem Thema „Konzen verändert sich“ gezeigt.

Konzen. Der Heimatverein Konzen ließ auf seiner Mitgliederversammlung in der Gaststätte von Achim & Elke jetzt das vergangene Jahr Revue passieren. Der Vorsitzende Manfred Huppertz begrüßte die Anwesenden und gedachte des im letzten Jahr verstorbenen Mitgliedes Raimund Palm.

Der ehemalige leitende Redakteur der Lokalzeitung werde vielen Zeitungslesern mit seinen Beiträgen zum Eifeler Platt in guter Erinnerung bleiben. Anschließend trug Geschäftsführer Udo Schmitz seinen Jahresbericht vor. Unter anderem berichtete er, dass die Zahl der Mitglieder mittlerweile 245 betrage.

Das Treffen aller über 90-jährigen Bürger aus Konzen fand im letzten Jahr bereits zum 16. Mal statt. 2014 werden zu den bisherigen 15 noch sieben weitere Personen hinzukommen, die das 90. Lebensjahr vollenden werden.

Dem Kassierer Heinz Kreitz wurden nach seinem Jahresbericht von den Kassenprüfern Otto Huppertz und Otto Offermann eine einwandfreie Kassenführung bestätigt.

Sabine Jacobs berichtete anschließend mit anschaulichen Bildern von den beiden Kinder- und Jugendtagen. Im Juli hatte sie mit den Kindern das Leben der Honigbienen beim Imker Alfred Isaac und seiner Ehefrau Ursula hautnah erleben dürfen.

Im Herbst 2013 hatte Jacobs mit einer weiteren Gruppe das alte Fachwerkhaus von Guido Braun in der Hohe Straße (Hermännches Huus, heute Lehmlounge) besucht. Staunend erfuhren die jungen Besucher, dass in diesem Haus einst Eltern mit zehn Kindern gewohnt haben. Eines dieser Kinder – Therese Braun – ließ es sich nicht nehmen, die Gäste zu beköstigen und Anekdoten aus dem Leben in diesem Haus zu erzählen.

Anhand eines kleinen Ausschnitts aus einem Fachwerkhaus stellten Guido Huppertz, Willi Jung und Josef Schmitz sehr anschaulich dar, wie ein Fachwerkhaus entstanden ist. In diesem Jahr findet der Kinder- und Jugendtag am 23. August zum Thema „Am Wasser von Konzen mit Karl (dem Großen) und so ….“ statt. Der Ausflug des Heimatvereins führt am 19. Juli zur Glockengießerei nach Brockscheid.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung wurde der zweite Teil des Films über die Vennbahn „Der Zug kommt“ gezeigt.

Daran schloss sich das Zeitzeugenthema des „Musik-Kameradschaftsabend“ an. Das über Jahrzehnte bekannte „Gesellschaftsereignis“ in Konzen – wie Peter Jung es einem Presseartikel entnahm – untermauerte Manfred Huppertz mit eindrucksvollen Bildern. Dazu kamen unterhaltsame Gespräche zwischen Josef Jansen, Peter Jung und Theo Steinröx.

Unvergessliche Abende/Nächte, Bilder, Szenen, Stücke, Personen wurden zurück in den Saal geholt, wo sie einst hunderte Besucherinnen und Besucher begeisterten. Bereits zu Beginn konnte daher das Fazit vorgetragen werden: Der Musikverein „Eintracht“ Konzen hat sich mit dem „Musikabend“ weit über 40 Jahre ununterbrochen dargebracht und große Verdienste in seinem Heimatdorf Konzen erworben.

Josef Jansen schilderte die Anfänge der „Bierzeitung“ von 1962 bis in die 1970-er Jahre – meist Ereignisse vereinsinterner Art, die von vier Freunden des Musikvereines vorgetragen wurden und für Heiterkeit bei den Vereinsmitgliedern sorgten.

Mit Theo und Manfred Huppertz, Willi Kreitz und Josef Jansen hatte 1965 alles begonnen. Eine Vielzahl ausschließlich Konzener „Amateure“ folgte als Darstellerinnen und Darsteller – der Abend wurde zum riesigen Dorferfolg schlechthin.

Peter Jung und Josef Jansen konnten aus ihren Erinnerungen noch viele kleinere und große Details benennen, von der Geschichte der „Tour de France“, über Christos Verpackungsaktionen in Monschau, über die irritierende Verkehrsbeschilderungen der Ortsnamen zu Beginn der kommunalen Neugliederung bis hin zu den jährlich wiederkehrenden kleineren und größeren Ereignissen und Missgeschicken in Konzen.

Erinnert wurde auch an den 1990 verstorbenen langjährigen Ortsvorsteher und Vorsitzenden des Musikvereins „Eintracht“, Josef Henn, der mit seiner Begeisterungsfähigkeit die Akteure immer wieder zu neuen Ideen und Aktivitäten motivierte.

Den Dorfchronisten folgen später die „Kaktusgruppe“, die ebenfalls über Jahre die „dorfpolitischen“ Geschehnisse aufs Korn nahmen. Großen Beifall spendeten die Anwesenden dafür, dass es seit mehr als 40 Jahren gelingt, die Kameradschaftsabende mit teilweise mehr als 50 Aktiven auf der Bühne und mehreren hundert Besuchern pro Abend auf die Beine zu stellen. Zum Ausklang des Abends wurden im Bilderrätsel Dalli-Klick Bilder unter dem Thema „Konzen verändert sich“ gezeigt.

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