Eicherscheid - Kaltblutfestival: Demonstration von Kraft und Geschick

Kaltblutfestival: Demonstration von Kraft und Geschick

Von: ale
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Ein Beispiel für die gute Kooperation zwischen Mensch und Pferd: Horst Finder demonstriert mit seinem „Floh” wie man konzentriert und geduldig zusammenarbeitet. Foto: Anneliese Lauscher

Eicherscheid. Was Kaltblüter alles können, wie sie auf die Hilfen und Kommandos ihrer Führer reagieren und dabei knifflige Aufgaben lösen, das beobachteten die Pferdefreunde am Sonntag in Eicherscheid, als der Reit- und Fahrverein zum Kaltblutfestival eingeladen hatte.

Der Einladung von Burkhard Hilgers, der für die Organisation verantwortlich war, waren Liebhaber des Kaltblutpferdes aus der Umgebung, aus Belgien und Luxemburg gefolgt. „Wir freuen uns, verschiedene Rassen am Start zu haben“, sagte er, „Ardenner, Brabanter und niederländisches Kaltblut sowie ein Percheron, ein französisches Kaltblut, sind dabei.“

Zunächst war mit Fantasie und Raffinesse ein Parcours aufgebaut worden, durch den die Kaltblüter eine 13 Meter lange Holzstange ziehen mussten. Es ging durch enge Tore, aber dies allein wäre zu einfach gewesen: Die Stange musste zentimetergenau auf einem Stapel abgelegt werden oder beispielsweise so exakt auf einem dicken Stamm platziert werden, dass sie wie eine Wippe in der Waage lag.

Solche Übungen waren nur zu schaffen, wenn die Pferdeführer ein gutes Augenmaß bewiesen und die „Dicken“ gehorsam und nervenstark auf deren Anweisungen eingingen. „Sie sind sehr sensibel“, weiß Burkhard Hilgers, der die Vorführungen mit viel Sachverstand kommentierte und somit die Zuschauer noch intensiver teilnehmen ließ. Die meisten Teilnehmer am Kaltblutfestival seien „Hobbyrücker“, so Hilgers: „Man sieht, wer viel mit seinem Pferd arbeitet. Da wird eine richtig gute Zusammenarbeit zwischen Führer und Pferd sichtbar.“

Der starke Richard aus Höfen

Ein Paradebeispiel war hierfür Jean-Paul Heck, der Europameister im ein- und zweispännigen Holzrücken aus Dorscheid in Luxemburg, der die Zuschauer und die Konkurrenz in anerkennendes Staunen versetzte. Er wurde Gesamtsieger des Turniers, wozu noch das „Schlittenziehen“ mit immer größerem Gewicht gehörte. In dieser Disziplin erwies sich allerdings der starke „Richard“ von Bernd Ungermann aus Höfen als unschlagbar: Er siegte im Zugleistungswettbewerb mit 1200 Kilogramm.

„Unser Kaltblutfestival ist ein Treffen in freundschaftlicher Atmosphäre“, resümierte Burkhard Hilgers, der sich bei allen Helfern und Sponsoren bedankte. „Wir möchten die Fähigkeiten der Kaltblüter demonstrieren und immer neue Freunde für das Kaltblutpferd gewinnen.“

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