Mützenich - Kaltblüter von der La Ola-Welle getragen

Kaltblüter von der La Ola-Welle getragen

Von: ale
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Ein origineller Spaß auf der grünen Wiese: Beim „Eifel-Polo“ mussten die schweren Kaltblüter und ihre Reiter Geschick beweisen, um einen überdimensionalen Ball ins Ziel zu bugsieren. Foto: Anneliese Lauscher
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Die strahlende Siegerin, Ellen Hermanns, fliegt auf „Indigoli“ beim Mützenicher Kaltblutrennen ins Ziel. Foto: Anneliese Lauscher

Mützenich. Der Reiterverein St. Georg Mützenich hat das Programm seines Sommerturniers stetig erweitert und immer interessanter gestaltet. Das beliebte Kaltblutrennen am Samstagabend ist längst zu einer echten Attraktion für Pferdefreunde von nah und fern geworden.

Es herrschte eitel Freude über das schöne Wetter. Nachdem man in der Eifel in der vorigen Woche wieder die Heizungen aufgedreht hatte, schien pünktlich zum Reitturnier die Sonne auf die herrliche Anlage. Dem Pferdesport wurde viel Raum geboten, und hierbei zählte man viele Zuschauer. Aber das prickelnde Erlebnis des Kaltblutrennens will sich keiner entgehen lassen, es werden wohl weit über 1000 Menschen gewesen sein, die den Weg zum Pferdesportzentrum im Kleinbüchel fanden.

Mit Fantasie und Ideenreichtum hatten die Organisatoren ein sehenswertes Programm rund ums Kaltblutpferd zusammengestellt. Kommentiert von Frank Schreiber und Fabian Pagenhardt, demonstrierten die Dicken ihr Können: Im Wald werden sie als Rückepferde eingesetzt, „wo es sehr eng und manchmal sehr nass ist“, erklärte Stefan Schmitz, „da wird zentimetergenaue Arbeit verlangt.“ Als zuverlässige Sportpartner erwiesen sich dann Kaltblüter, die in zwei Mannschaften beim „Eifel-Polo“ mitmachten und einen überdimensionierten Ball ins Tor beförderten. Bei „Ride and Drive” mussten die Pferde kleine Hindernisse überwinden, anschließend wurde ein Gespann geschickt durch den Parcours gelenkt.

„Coco“ zog einen Karren mit Schafen, die waren vorher mit Unterstützung eines Hütehundes eingefangen worden. Beim Pas de Deux zeigten Annika und Katharina Steffens, dass so ein Kaltblüter sogar mit Anmut und Würde Dressurlektionen meistert.

Gegen die 950 Kilogramm, die Coco auf die Waage bringt, versuchten starke Turner des TV Mützenich zu ziehen. Fünf oder zehn Männer richteten nichts aus gegen den stämmigen Sportkameraden. Schließlich waren 15 Turner nötig, um Coco unter dem Jubel der Zuschauer zu bezwingen. Gänsehautschön war die Quadrille von 12 Kaltblütern, es gelang eine harmonische Vorstellung. „Sie sehen hier eine absolute Ausnahmepräsentation“, lobte der Moderator Fabian Pagenhardt. Und die Gäste waren tief beeindruckt: „So etwas Schönes habe ich bisher noch nicht gesehen“, meinte ein Pferdefreund aus Heinsberg. Erstmalig ließen sich die Zuschauer am Mützenicher Reitstadion zu La Ola hinreißen. Herzliche Dankesworte wurden an Stefan Schmitz, Franz Karl Boden, Horst Steffens und die Kaltblutfreunde gerichtet.

Zum 29. Kaltblutrennen, dem Höhepunkt des Abends, fanden sich 14 Starter ein. Auch diesmal wurden sie zur Vorsicht ermahnt. „Das Wichtigste ist die Teilnahme“, sagte Frank Schreiber. Jeweils zu zweit erwarteten die Paare in den Startblöcken das Startzeichen, das Josef Römer gab. Dann donnerten die Kaltblüter über den Platz, es gab spannende Rennen, die Zuschauer kreischten vor Vergnügen, und wer nahe dran war am Geschehen, spürte den Vennboden zittern. Irgendwie schienen sich auch die Dicken vom Rennfieber anstecken zu lassen; die Arbeitspferde, die sonst so gut wie nie in Galopp fallen, zeigten Temperament und sportlichen Eifer in der schnellsten Gangart. Dabei mussten die Reiter gut auf die Einhaltung der Regeln achten: Wer in der Innenbahn gestartet war, musste das Rennen in der Außenbahn beenden.

In der Finalrunde ließ schließlich die 19-jährige Ellen Hermanns „Indigoli“ mit voller Kraft losstampfen, sie schlug ihre Konkurrentin Luisa Fritsche, die Coco gesattelt hatte. Im vorigen Jahr hatte Ellen Hermanns, die zum Reiterverein Mützenich gehört, auch schon mit Indigoli an der Finalrunde teilgenommen, da wurde sie Zweite. Nun nahm sie aus der Hand von Sascha Kau, dem Geschäftsstellenleiter der Sparkasse Aachen in Mützenich, den Siegerpokal in Empfang. Unter den schönen Klängen des Mützenicher Bläserkorps legten die Teilnehmer noch eine rasante Ehrenrunde hin. “

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