Kämmerer Hermann-Josef Conrads geht in den Ruhestand

Von: P. St.
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Zur Feier seines 50. Dienstjubiläums Hermann-Josef Conrads noch einmal gerne ins Rathaus nach Monschau. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. „Das war die letzte Mannschaft des alten Amtes Kalterherberg Ende 1971“, erzählt Hermann-Josef Conrads und zeigt auf ein kleines schwarz-weiß-Foto, das er in ein Album eingeklebt hat. Auch als Kämmerer a. D. ist der 64-Jährige es gewohnt alles zu belegen.

Nach exakt 50-jähriger Tätigkeit im öffentlichen Dienst wurde am Montag Hermann-Josef Conrads, der langjährige Kämmerer der Stadt Monschau, in den Ruhestand verabschiedet.

Wenn Hermann-Josef Conrads für die Verwaltung den aktuellen Haushalt im Haupt- und Finanzausschuss einbrachte, dann wurden den politischen Entscheidungsträgern nicht nur die Grenzen des finanziell Machbaren aufgezeigt, auch die mit hintergründigem Feinschliff eingeflochtene Wertung der kommunalen Finanzwirtschaft im allgemeinen kam nicht zu kurz.

Zunächst einmal war es die Aufgabe von Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter dem Jubilar die Ehrenurkunde für 50-jährige treue Pflichterfüllung im öffentlichen Dienst auszuhändigen und in Anwesenheit von Ehefrau Monika ausführlich auf seinen beruflichen Werdegang einzugehen.

Im Amt Kalterherberg begonnen

Dieser Weg begann für den Ur-Kalterherberger am 1. April 1964 als Verwaltungslehrling bei der Amtsverwaltung Kalterherberg. Sein besonders Talent mit Zahlen zu jonglieren zeigte sich bald, und so wurde er schon vier Jahre später mit Aufgaben der Kämmerei beschäftigt. Im Rahmen der kommunalen Neugliederung wurde Conrads 1972 in den Dienst der Stadt Monschau übernommen. 1979 wurde er zunächst stellvertretender Kämmereileiter, und 1992 dann Amtsleiter und Kämmerer. Dieses Amt übte er bis 2009 aus, ehe dann 2011 der vorzeitige Beginn der Freiphase im Rahmen der Altersteilzeit begann.

Wenn Hermann-Josef Conrads morgens in seinem Büro im Rathaus Monschau Platz nahm, dann war der gewohnheitsmäßige Frühaufsteher nicht nur einer der ersten im Hause, er hatte häufig auch bereits Telefonate mit der Kommunalaufsicht geführt, was ihm einen beruhigenden Wissensvorsprung verschaffte.

Seitens des Personalrates würdigte Björn Schmitz den ehemaligen Kämmerer als überaus angenehmen Kollegen mit wohl kalkulierten Reaktionen.

„Ich bin immer mit allen zurechtgekommen“, formuliert Hermann-Josef Conrads es diplomatisch und meint damit neben der Kommunalaufsicht, die sich nach der Neugliederung immer mehr als Partner dargestellt habe, auch die insgesamt sieben Verwaltungschefs, die er in seiner Laufbahn kennenlernte. Für die am häufigsten gestellten Fragen seiner Chefs hatte er eine Liste mit den wichtigsten Antworten stets griffbereit in einem Aktenschrank aus Metall.

In seinem beruflichen Leben habe ihn die Zeit des Ausgleichsstockes (eine Finanzhilfe für notleidende Kommunen) und die Aufstellung des ersten Haushaltssicherungskonzeptes besonders geprägt. Mit dem neuen kommunalen Finanzmanagement habe er sich indes nicht mehr anfreunden können. „Der Aufwand ist enorm“, bleibt Conrads auch im Ruhestand ein Verfechter der herkömmlichen kommunalen Finanzwirtschaft.

Seine geliebte Kommune Monschau sieht er aktuell auf einem finanziell guten Weg, auch wenn er inzwischen einen „gewissen Abstand“ eingenommen hat, und sich lieber den Vorzügen des Ruhestandes widmet, zum Beispiel der Arbeit rund ums Haus und der Pflege seines fast 60 Jahre alten und 13 PS starken Fahr-Traktors. Einmal im Monat findet aber auch ein regelmäßiges Treffen mit den ehemaligen Kollegen Theo Steinröx, Hans-Günther Barth und Karl Haas statt: So schnell lässt einen die Vergangenheit dann doch nicht los.

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