Roetgen - „Kabarettistische Götterspeise”

„Kabarettistische Götterspeise”

Von: heg
Letzte Aktualisierung:
jürgen-becker-bu
Da stehen die richtige Jecken zusammen (v.l.): Hubert vom Venn, KG-Präsident Rainer Hütten, Jürgen Becker und das Roetgener Prinzenpaar Marco und Susanne. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Eine „kabarettistische Götterspeise” vom Feinsten servierte der Kölner Kabarettist Jürgen Becker mit seinem Programm „Ja, was glauben Sie denn?” am Montagabend seinen Eifeler Fans.

„Roetgen hat auf Sie gewartet”, freuten sich Rainer Hütten, Präsident der KG Roetgen, und die „Macher” vom Kulturkreis Roetgen, Kurt Schreiber und Hubert vom Venn, beim Blick über das proppenvolle Festzelt. Weit mehr als 400 Besucher waren gekommen, um den spitzzüngigen, TV-bekannten Vertreter der Kleinkunst - u. a. als beliebter Moderator der Mitternachtsspitzen - live auf der Bühne zu erleben.

Mit der Präsentation des hochkarätigen Gastes setzten Kulturkreis und Karnevalsgesellschaft ihre bewährte Zusammenarbeit fort, das Karnevalszelt auch für ein Highlight der Theatersaison zu nutzen. Natürlich durfte der bekennende Karnevalist aus der rheinischen Hochburg nicht undekoriert von der Bühne gehen. Das Roetgener Prinzenpaar Marco II. und Susanne I. Moosmayer überreichte ihm den Prinzenorden.

„Dann wollen wir uns mal einen schönen Abend machen”, lud Becker die Besucher ein, mit ihm einen kabarettistisch gefärbten Blick auf Schöpfungsgeschichte, Evolutionstheorie und die Entwicklung der Weltreligionen zu werfen.

Gut informiert

Mit einem kräftigen „Rüetsche Alaaf” zollte er zum Auftakt der Jahreszeit und dem Gastgeber Tribut. Auch über Vereinsinterna zeigte er sich gut informiert. Mit einem Loblied auf den Karneval als Basis unserer christlichen Kultur und die KG Fidele Apöstelscher als Vorläufer des Elferrats schlug er den Bogen zwischen seinem Thema „Ja, was glauben Sie denn?” und dem Ort seines Auftritts.

Zunächst aber kam natürlich auch Becker nicht am zurzeit aktuellsten Thema vorbei und erinnerte an den Namensvetter Gu(t)tenberg als Erfinder der Buchdruckerkunst, die ja zu nichts anderem da sei, als die Gedanken anderer zu verbreiten.

Nach einem Schlenker über den demographischen Wandel („Die Kerntruppe der Bevölkerung bewegt sich zwischen Loriot und Joepi Heesters”) kam er schließlich zu seinem Motto des Abends. Mit einem Feuerwerk zwischen Kalauern und feingeschliffenen Pointen war von alttestamentarischen Anfängen bis zu den heutigen Größen aus Kirche und Politik niemand vor seinen satirischen Seitenhieben sicher.

Skandale und Skandälchen aus mehr als 2000 Jahren Menschheits- und Religionsgeschichte ließen die Zuhörer herzhaft lachen oder stillvergnügt schmunzeln, bis zum Finale wieder der Karneval die Oberhand gewann: mit einem Hoch auf die „Dreieinigkeit” Prinz, Bauer und Jungfrau.

Es bedurfte nicht erst des Freibiers zum Schluss, damit das Publikum restlos von diesem Auftritt begeistert war.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert