Roetgen - Kabarettist Jupp Hammerschmidt tritt mit Weihnachtsprogramm auf

Kabarettist Jupp Hammerschmidt tritt mit Weihnachtsprogramm auf

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In seinem Weihnachtsprogramm „Da hammer die Bescherung“ wirft der Höfener Kabarettist Jupp Hammerschmidt einen schrägen Blick auf ländliche Rituale in seiner Heimat zur Weihnachtszeit.

Roetgen. Die Weihnachtszeit beginnt seit eh und je mit dem ersten Advent – außer in der guten alten Eifel. Als dort noch von Ende August bis Mitte Mai durchgängig mindestens zwei Meter Schnee lagen, als im „Sibirien Preußens“ noch jeder Mann sonntags seine eigene Sauna direkt am Körper trug, das sogenannte „Nyltesthemd“, da begann dort die Weihnachtszeit exakt an Sankt Martin.

Die Laternen im Martinszug, die „Fackeln“, waren ausgehöhlte Rüben mit Kerze – und jedes Kind kriegte vom heiligen Mann einen „Weggemann“ mit Tonpfeifchen, in denen die Heranwachsenden ab September das Herbstlaub ratzekahl bis aufs letzte Blatt wegqualmten, weshalb in der Eifel auch nie ein Laubsauger gesehen wurde.

Diese und noch viele andere Geschichten aus der guten alten Eifeler Zeit erzählt Eifel-Kabarettist Jupp Hammerschmidt aus Höfen in seinem Weihnachtsprogramm unter dem Titel „Da hammer die Bescherung“.

Letztmalig spielt er dieses Programm am kommenden Samstag, 16. Dezember, um 20 Uhr in Roetgen in der „KaffeFee“ am Vennbahnradweg, Bahnhof Roetgen, Ecke/B 258, Telefon 0177/7991928

Faszinierende Glibberschicht

Sankt Nikolaus war ein weiteres weihnachtszeitliches Highlight in der Eifel, wie auch die große Krippe in der Kirche mit dem farbigen Beuge-Migranten, von den Eifeler Eingeborenen respektlos „Nickneger“ genannt. Nach der Bescherung, genau um Mitternacht, versammelte sich die Gemeinde frisch fichtennadelgebadet zur Christmette. Die Pappweihnachtsteller gaben zu diesem Zeitpunkt stellenweise schon das Silbergegrissels frei, hatten aber immer noch reichlich Dominosteine im Angebot – mit dieser ekligen Glibberschicht drin, die das kleine Jüppchen von der Konsistenz her an die glasigen Fettstreifen im Sonntagsrinderbraten erinnerte.

Und dann waren da noch die heute längst vergessenen „Möhren im Advent“, denen der Kalterherberger Karotten-Dichter Eduard Möhrike mit seinem Poem Gott sei Dank ein Denkmal gesetzt hat.

Noch vieles mehr von dem, was die Weihnachtszeit in der guten alten Eifel einst ausmachte, hat Jupp Hammerschmidt zu einer Melange aus Prosa, Reim und Gesang zusammengerührt.

Übrigens: Es wird gemunkelt, dass Zömmermanns Jupp, dä arme Schlupp, auch wieder zu Wort kommt.

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