Junior Ranger und kleine Förster im Nationalpark Eifel

Von: Robert Flader
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Nordeifel. Es dauerte ein bisschen, bis Henning Walter sich entschied, ein positives oder ein eher gemischtes Fazit des bisherigen Jahres zu ziehen. Der Leiter des Nationalparks Eifel entschied sich dann doch für ein positives - trotz rückläufiger Besucherzahlen.

„Wir haben viele Projekte auf den Weg gebracht und dabei vor allem die Jugend stark mit einbezogen. Diesen Weg wollen wir fortsetzen.”

Insbesondere das Thema Umweltbildung, das bei einem Nationalpark gesetzlich zu einer von vier „Säulen” gehört, wird beim Nationalparkforstamt in Schleiden-Gemünd groß geschrieben. „Wir wollen Heranwachsenden die Natur näher bringen”, sagt Henning Walter. Das sei gerade in einer von TV und Computer dominierten Welt zunehmend schwieriger, findet der Leiter.

Deswegen ist er auch froh, dass er die Nationalpark-Försterinnen Jutta D´Orsaneo und Nina Lohr an seiner Seite weiß. Die beiden sind verantwortlich für die Umweltbildung im Nationalpark, insbesondere für die Gebiete „Junior-Ranger” und die „Wildniswerkstatt”, mit denen das Verständnis von Kindern und Jugendlichen für die Natur anhand von ganz praktischen Beispielen erlernt wird.

Langfristige Projekte

Im Frühsommer 2009 wurden die Junior-Ranger ins Leben gerufen, Kinder werden hierbei ein ganzes Jahr lang zweiwöchentlich an die Natur herangeführt. „Wir zeigen ihnen, wie Landwirtschaft vor Jahrhunderten funktioniert hat, erläutern bei Führungen, wie vielfältig unsere Natur ist und bilden sie ganz langsam zu kleinen Experten aus”, sagt Nina Lohr. Bis sie eben wirklich Junior Ranger seien, „die Kinder verfügen dann als kleine Förster über ein immenses Wissen.”

Das Problem: „Wir können die Nachfrage nicht mal ansatzweise befriedigen”, erklärt Henning Walter, dass insgesamt nur 30 Kinder beim Projekt Junior Ranger teilnehmen können, das Interesse aber das Vierfache betrage. „Da fehlen uns ein bisschen die Ressourcen.”

Ein weiterer wichtiger Punkt seien die Nationalpark-Schulen, eine Kooperation von 42 Schulen aus der Region, von Frechen über Eschweiler bis nach Monschau und Euskirchen. Projektleiterin Jutta D„Orsaneo: „Schulen verpflichten sich auf zwei Jahre, den Nationalpark in ihren Unterricht aufzunehmen und unterschiedliche Schwerpunkte zu setzen.”

So würden nicht nur einzelne Lehrer, sondern alle Jahrgangsstufen in allen Schulformen den Nationalpark Eifel behandeln.
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