Nordeifel - Junge Union Monschauer Land stellt sich neu auf

Junge Union Monschauer Land stellt sich neu auf

Von: ag
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Junge Union
Egal, ob in Monschau, Simmerath oder Roetgen: Nicolas Lunz, Linda Huppertz, Julia Krings und Lukas Krüger wollen junge Menschen für politische Themen begeistern und ihnen eine Plattform bieten. Foto: A. Gabbert

Nordeifel. Sie sind jung, sie interessieren sich für Politik und wollen in der Eifel etwas bewegen: Nicolas Lunz (26) aus Imgenbroich, Linda Huppertz (20) aus Konzen, Julia Krings (18) aus Dedenborn und Lukas Krüger (22) aus Kalterherberg wollen die Junge Union (JU) Monschauer Land neu aufstellen und wiederbeleben.

Lunz ist in Kalterherberg aufgewachsen und wohnt seit einigen Jahren in Imgenbroich. Dort hat er sich schnell in das Dorf- und Vereinsleben integriert und sich nach dem Studium auch in den CDU-Ortsverband eingeklinkt. Seit einem Jahr ist er dessen Vorsitzender, er wird in die Sitzungen der CDU-Fraktion im Monschauer Stadtrat eingebunden und sitzt als sachkundiger Bürger im Sozialausschuss.

Dabei stellte er fest, dass sich nur wenige junge Leute in den Parteien engagieren. „Dabei geht es doch oft um Entscheidungen, die die Zukunft betreffen. Deshalb ist es traurig zu sehen, wie wenig sich die Jüngeren an den Entscheidungen beteiligen“, sagt Lunz, der als Diplom-Verwaltungswirt im Einkauf für die RWTH Aachen arbeitet.

Er will diese Entscheidungen nicht allein den älteren Generationen überlassen. „Ich bin einer, der gerne seine eigene Meinung vertritt und versucht, Dinge zu verändern“, erklärt der junge Mann selbstbewusst.

Zeichen setzen

Schließlich kam er auf die Idee, die Junge Union, deren Aktivitäten in den vergangenen Jahren eingeschlafen waren, neu aufzustellen und zu reaktivieren. Wichtig ist ihm dabei, Jugendliche aus allen drei Kommunen der Nordeifel einzubinden und damit auch ein Zeichen zu setzen. „Viele Dinge betreffen ja die ganze Nordeifel und nicht nur einzelne Kommunen. Wir wollen zeigen, dass es auch anders geht, und dass man gut zusammen arbeiten kann, egal ob man aus Monschau, Simmerath oder Roetgen kommt.“

Auch wenn sich nur wenige Jugendliche politisch engagieren, glaubt Lunz, dass Interesse an politischen Themen durchaus vorhanden ist. „Mein Gefühl ist, dass sie keine Möglichkeit sehen, sich einzubringen. Dafür wollen wir jetzt wieder eine Plattform bieten“, sagt er. Er ist überzeugt, dass es weniger Politikverdrossenheit unter jungen Leute geben würde, wenn sie besser informiert würden.

Darin sieht er auch eine seiner zukünftigen Aufgaben. Er will seinen guten Draht zu der jungen Generation nutzen und deren Probleme aufgreifen und thematisieren. „Politik muss nicht immer steif und trocken sein“, sagt Lunz.

Um die Junge Union zu reaktivieren suchte er den Kontakt zu verschiedenen CDU-Politikern in den drei Nordeifelkommunen und bat um Unterstützung. Erste Mitstreiter fand er in Linda Huppertz, Julia Krings und Lukas Krüger. Nach einem ersten Treffen war für sie klar: „Wir trauen uns das jetzt!“

Seit der letzten Kommunalwahl ist Linda Huppertz Jugendvertreterin im Partnerschaftskomitee der Stadt Monschau. Schließlich trat die CDU an sie heran und forderte sie auf, die Partei als stellvertretende sachkundige Bürgerin im Sozialausschuss zu vertreten. „Dann hat sich das so ergeben. Warum denn auch nicht?“, schildert sie ihren Weg in die Politik.

Julia Krings kam über ihre Mutter, die Vorsitzende der Frauen Union Nordeifel ist, in Kontakt mit der Politik. „Die jungen Leute stehen zu wenig in Kontakt mit der Politik. Wenn man die Möglichkeit hat, Einfluss zu nehmen, sollte man das auch machen“, sagt sie über ihre Motivation.

Auch Lukas Krüger will „mitmischen“ und Dinge verändern können. Er ist Beisitzer im Vorstand des CDU-Stadtverbandes Monschau. „Viele jüngere Leute verbinden mich schon mit dem Thema Politik und der CDU und sprechen mich darauf an. Wenn man etwas verändern will, ist es effizienter, wenn man das Ganze von innen aufrollt“, sagt er.

Momentan sprechen die Vier viele junge Menschen an, versuchen sie für ihre Sache zu begeistern und laden sie zur Mitgliederversammlung ein, die am Donnerstag, 18. Juni, um 19.30 Uhr in der Roetgen Therme stattfindet. Dann soll die Junge Union neu aufgestellt werden.

Inzwischen haben sie einige Rückmeldungen erhalten. „Wenn man keinen anspricht, passiert auch nichts. Das ist wie im Fußball. Irgendwann kommt ein Verrückter auf die Idee, einen Verein zu gründen und dann läuft es“, sagt Lunz. Er und seine Mitstreiter sind aber weiter auf der Suche nach jungen Menschen, die sich für Politik interessieren. „Insbesondere auch aus Roetgen, schließlich haben wir uns ja auf die Fahne geschrieben, alle drei Kommunen zu vertreten“, sagt Lunz.

Geplant sind bislang regelmäßige Treffen, bei denen weniger die Politik als der soziale Austausch und Diskussionen im Vordergrund stehen sollen. Veranstaltungen wie Grillpartys, Poker- und Playstation-Turniere sollen ebenfalls stattfinden. Auch eine Fahrt nach Berlin mit Besuch des Bundestages stehen auf der Agenda. Außerdem will sich die JU mit einem Stand auf dem Monschauer Wirtschaftstag und dem Simmerather Herbstmarkt präsentieren.

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