Junge Retter mit Feuereifer bei der Sache

Von: ho
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Bei der Großübung von Feuerwehr- und THW-Jugend stand auch die Verkehrsunfallrettung auf dem Programm. Mit schwerem Gerät wurde der „verunfallte“ PKW zerlegt, um die eingeklemmten Personen zu retten. Foto: K.-H. Hoffmann

Simmerath/Lammersdorf. Mit und mit löste sich zur Freude von 17 jungen Leuten der VW-Polo in seine Bestandteile auf. Nachdem an dem Autowrack mit schwerem Gerät die Türen herausgebrochen waren, wurde mit einer Hydraulik-Schere das Dach des grauen Kleinboliden abgetrennt und das Gefährt quasi in ein Cabriolet verwandelt.

Die Einsatzfreude der jungen „Autozerleger“ beruhte nicht auf allgemeiner Zerstörungswut, sondern war wohl überlegt und fachgerecht überwacht. Am Wochenende hatten die Jugendabteilungen der Feuerwehr und des THW auf dem Gelände der beiden Organisationen an der Hoscheidter Straße ein Lammersdorf ine gemeinsame Großübung angesetzt, um in Theorie und Praxis gegenseitig Erfahrungen auszutauschen und auch einmal mit „fremdem“ Gerät zu üben.

Das „Auseinandernehmen“ des Kleinwagens gehörte zum Übungspunkt der Verkehrsunfallrettung, wobei eingeklemmte Personen aus dem Fahrzeug befreit werden mussten. Die Nachwuchskräfte von Feuerwehr und THW legten bei der angesetzten Übung große Einsatzfreude an den Tag. Die Jugendleiter der beiden Organisationen, Florian Weishaupt und Matthias Fenske, zeigten sich am Ende des Übungstages auf jeden Fall zufrieden.

Dass die unmittelbare Nachbarschaft zwischen den „roten“ Feuerwehrmännern und den „blauen“ THW-Helfern in Lammersdorf so gut klappt, haben die aktiven Mitglieder beider Hilfsorganisationen in der Vergangenheit bei gemeinsamen Übungen, Einsätzen oder Festen schon immer bewiesen. Bei der Übung der beiden Jugendgruppen war dies nun nicht anders.

Zunächst hatte man sich am frühen Morgen beim Frühstück getroffen und auf die Großübung eingestimmt. Da der THW-Stützpunkt Simmerath in Lammersdorf auch eine Verkehrsunfallrettungsgruppe hat, wird die oftmals anspruchsvolle Personenrettung aus verunfallten PKW in den nördlichen Ortsteilen Simmeraths in der Regel vom THW durchgeführt. Die Feuerwehr ist hier demzufolge nicht mit entsprechendem Gerät ausgerüstet. Umgekehrt ist die Brandbekämpfung keine übliche Aufgabe des THW.

Damit der Blick der zukünftigen Einsatzkräfte nicht am eigenen Tellerrand endet, ist es erklärtes Ziel beider Organisationen, auch schon innerhalb der Jugendgruppen gegenseitig Erfahrungen auszutauschen und einmal mit „fremdem Gerät“ zu üben. Neben der Theorie gehörte hierzu bei der Übung auch die Vorstellung und nähere Erläuterung zu den Feuerwehr- und THW-Fahrzeugen.

Danach ging es dann aber in die Praxis. Der Umgang mit hydraulischen Rettungsgeräten und patientengerechter Rettung aus verunfallten Autos sowie der Aufbau einen Löschangriffs vom Hydranten über Pumpe und Verteiler bis zum Hohlstrahlrohr wurde in Angriff genommen. Natürlich immer unter fachgerechter Anweisung. Das Betreuerteam um Florian Weishaupt und Matthias Fenske wies die jungen Wehrleute und THWler entsprechend ein und hatte jede Menge Tipps parat.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen tauschen die Jugendlichen dann ihre Betreuer, die Fahrzeuge und die Hofseiten. Vom Gelände der Feuerwehr ging es rüber auf das Terrain des THW, wo die Jugendfeuerwehrleute in die Bedienung von Hebekissen eingewiesen wurden. Mit diesen können Lasten angehoben werden, um beispielsweise eingeklemmte Personen oder Tiere zu retten.Umgekehrt erfuhren die Jugendlichen des THW, worauf man bei Gefahrguteinsätzen achten muss und wie man beispielsweise lecke Tanks abdichtet, um einen Austritt von Chemikalien zu verhindern.

Mit dem Ergebnis der Großübung zeigten sich am Ende Florian Weishaupt (Jugendfeuerwehr) und Matthias Fenske (THW-Jugend) sowie ihre Ausbilder und Jugendbetreuer zufrieden. Für Weishaupt und Fenske ist klar, dass auch in Zukunft zwischen den beiden Hilfsorganisationen von Feuerwehr und THW eine hervorragende Partnerschaft und Zusammenarbeit bestehen werde.

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