Junge Leute trainieren fürs Leben

Von: ale
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Im selbst erfundenen „ABK-Spiel” ging es fast zu wie im richtigen Leben, mit Glück kam man hier auf manchen Umwegen ins Ziel. Foto: Anneliese Lauscher

Schmidt. In der Trainingswerkstatt des ABK-Hilfswerks in Schmidt trainieren junge Erwachsene fürs Leben. Das Hilfswerk – „Anleiten, Begleiten, Kommunikation“ – betreut junge Menschen, die verhaltensauffällig sind oder geistig oder seelisch behindert.

Sie wohnen in Häusern des ABK in mehreren Eifelorten und besuchen die Schmidter Werkstatt, wo sie Anleitung zum praktischen Arbeiten in verschiedenen Gewerken bekommen. Einmal im Jahr wird eine Projektwoche durchgeführt, sie stellt nicht nur eine willkommene Abwechslung im Alltag dar, sie weckt auch Kreativität und Lust zum aktiven Mitmachen. Diesmal waren sechs Projekte im Angebot, jeder durfte sich nach seiner persönlichen Neigung etwas aussuchen, am Freitag wurden die Aktivitäten und Ergebnisse der Woche präsentiert.

Die jungen Damen waren begeistert vom Projekt „Shopping Queens in preiswert“; sehr sorgfältig wurde der Einkauf von schicken Sachen geplant, für Kleidung, Accessoires und Make-up durfte nur ganz wenig Geld ausgegeben werden. Bei einem kleinen internen Flohmarkt wurden hübsche Artikel von anderen Bewohnerinnen erstanden. Helle Freude herrschte über die Unterstützung der Parfümerie Monheim in Simmerath, die den Damen einiges aus ihrem Sortiment schenkte. Für ihre Vorführung, der „After Beach Party“, bekam die Gruppe herzlichen Applaus.

Viel Einsatz und Kondition wurde in der Sportgruppe verlangt; da ging es zum Beispiel auf dem Wildnis-Trail von Gemünd nach Heimbach. Erstaunlich war auch, wie mutig sich die Teilnehmer im Aachener Kletterwald verhielten. Und mit viel Fantasie und Bewegungsfreude wurden in der Natur Spiele improvisiert, beispielsweise Fußball-Golf.

Am gemeinsamen Ausflug nach Maastricht beteiligten sich auch andere Projektgruppen; in den Kasematten waren Aufgaben mit historischem Bezug zu lösen, von der spannenden Tour konnten die Beteiligten interessant erzählen. Gemeinsam mit der Biologischen Station des Kreises Düren, die in Nideggen-Brück ansässig ist, arbeitete eine Gruppe im Naturschutz. Sie lernten, wie man das japanische Springkraut entfernt, beteiligten sich an der Pflege von Streuobstwiesen und entfernten Verbissringe an jungen Bäumen. „Manchmal hatten wir morgens keine Lust, aber hinterher waren wir sehr stolz“, berichtete ein Teilnehmer. „Und von den Mitarbeitern der biologischen Station wurdet ihr sehr gelobt“, ergänzte ein Betreuer.

Um Mord und Diebstahl ging es in der Krimi-Gruppe; in Rurberg wurde „Cluedo“ gespielt, der Besuch im Krimihaus in Hillesheim hat alle sehr beeindruckt. Dann machte man sich noch auf den Weg zu Tatorten bei einer Krimi-Wanderung. Ein lustiger Zusammenschnitt von Szenen aus der Eifel ist im Filmprojekt gelungen, zu diesem Musikvideo schrieben die jungen Leute selbst den Text für einen originellen Eifel-Rap.

„Spiele erfinden“ lautete das Motto eines weiteren Projektes. Heraus kam unter anderem ein amüsantes „ABK-Spiel“, das mussten die Pädagogen aus der Leitung dann zur Freude der zuschauenden Bewohner spielen. Herzhaft gelacht wurde über die Fettnäpfchen, in die die Spieler traten.

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