Junge Belgier besuchen auch St. Ursula

Von: cj
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Sie haben sich schnell miteinander angefreundet: die Schüler und Schülerinnen aus Deutschland und Belgien gemeinsam mit Lehrerin Marion Baltzer. Foto: Céline Jahns

Monschau. Da staunten die Schülerinnen nicht schlecht, als jetzt rund 28 wildfremde Jugendliche über den Schulhof der St. Ursula Mädchenrealschule schlenderten, Koffer hinter sich herziehend und sich neugierig umblickend. Wer jetzt glaubt, dass sich da eine Gruppe Touristen verlaufen hat, liegt nicht komplett falsch. Die 17 bis 19-Jährigen stammen aus Belgien, genauer gesagt aus Mont-Saint-Guibert, eine Stadt ungefähr 40 Kilometer von Brüssel entfernt.

Im Rahmen des schon seit 20 Jahren regelmäßig stattfindenden Austauschs „Eurodyle“ mit dem dort ansässigen Institut St. Étienne verbrachten die belgischen Austauschschüler/innen fünf Tage in Gastfamilien der teilnehmenden Neuner- und Zehnerklassen.

Nachdem am Dienstag jeder seinen bereits durch Brief-, Email- oder Facebook-Kontakt bekannten Austauschpartner gefunden hatte, folgten auf eine Führung durch die Schule ein näheres Kennenlernen im Mehrzweckraum, sowie ein gemeinsames Grillen am Schulpavillion, bei dem es sich alle Beteiligten ordentlich schmecken ließen und die anfängliche Nervosität langsam abfiel.

Verständigt wurde sich auf allen erdenklichen Arten, in Englisch, in Französisch, in Deutsch und mit Händen und Füßen, wenn alles andere mal scheiterte. Abends genoss man zusammen eine Führung des Schulleiters Franz-Peter Müsch durch das Monschauer Brauereimuseum, abgeschlossen durch eine angenehme Runde im Fassraum.

Sowohl am Mittwoch- als auch am Donnerstagmorgen nahmen die Belgier an den ersten beiden Unterrichtsstunden teil, was auf große Begeisterung der Mitschülerinnen stieß, die sich natürlich über die kräftige Unterstützung im Französischunterricht sowie über den seltenen Anblick von ausgesprochen attraktiven Jungen an der Schule mehr als freuten.

Im Anschluss folgten Ausflüge nach Aachen und zur Sommerbobbahn in Rohren. Als Höhepunkt der Woche galt die Tagesfahrt nach Köln inklusive einer Stadtführung und freie Shoppingzeit, was bei den belgischen Schülern und Schülerinnen bestens ankam. „Ich finde es super, dass wir an diesem Austausch teilnehmen dürfen“, so ein Austauschschüler nach dem Ausflug, „Deutschland ist so anders, als ich mir vorgestellt habe, ich mag es hier.“

Vor der Abreise am Samstagvormittag vom Eupener Bahnhof wurden noch schnell einige Handynummern getauscht und viele belgische Küsschen verteilt.

Die für die Austauschschüler verantwortliche Lehrerin Marion Baltzer zeigte sich zufrieden: „Es war ein schöner Austausch, ich habe den Eindruck, dass es den meisten sehr gut gefallen hat. Mit Sicherheit werden wir an diesem Austausch auch nächstes Jahr wieder teilnehmen. Viele der Schülerinnen haben bereits jetzt ihr Interesse daran bekundet.“

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