Julia Esser: Fünf auf einen Streich

Von: kk
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Roetgens junge Torfrau Julia Esser hielt gegen Langerwehe den Sieg fest, als sie in der zweiten Halbzeit gleich fünf Siebenmeter der Gäste parierte. Auch dieser Versuch von Langerwehe scheiterte. Foto: Heiner Schepp

Roetgen. Nach dem überraschenden Sieg am vorletzten Spieltag beim Tabellenzweiten der Handball-Oberliga, Fortuna Köln, setzte die Frauenmannschaft des TV Roetgen am vergangenen Spieltag den Erfolgstrend fort und besiegte auch den VfL Langerwehe.

Nach einer kampfbetonten Auseinandersetzung gewannen die Roetgenerinnen die richtungsweisende Begegnung mit 25:23 und taten damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt.

„So langsam macht sich unsere Arbeit bezahlt. Die Mannschaft hat ganz hervorragend gekämpft und konsequent gut durchgespielt”, hatte Roetgens Trainer Bernd Marquardt nach dem zweiten Sieg in der Rückrunde allen Grund, zufrieden zu sein.

Nach ausgeglichener Anfangsphase leisteten die Einheimischen sich nach dem 4:4 zu viele technische Fehler und luden damit die Gruppe aus dem Töpferdorf zu Tempogegenstößen ein. Die nutzten die Gäste und zogen auf 10:5 davon. Um seine Mannschaft „neu einzuordnen”, nahm der Roetgener Coach eine Auszeit, die auch umgehend Wirkung zeigte. Die Rot-Gelben reduzierten ihre Fehlerquote auf ein Minimum und schafften den Ausgleich zum 11:11. Recht ausgeglichen ging es dann bis zur Pause weiter, jedoch nahmen die Gastgeber eine knappe 16:15 Führung mit in die Pause.

Die bauten sie direkt nach Wiederbeginn auf 20:16 aus. Im Gefühl des komfortablen Vorsprungs machte sich bei den rot-gelben Frauen der Schlendrian breit. Dank einer überragenden Leistung von Nachwuchstorfrau Julia Esser, die in der zweiten Halbzeit fünf Siebenmeter parierte, gerieten die Einheimischen nicht in Rückstand (21:20).

Erst nach einer erneuten Auszeit fanden die Roetgenerinnen wieder ins Spiel zurück und zogen auf 25:21 davon. „Garant für den Erfolg war die wiederum ganz starke Abwehrleistung der Mädels. Besonders hervorheben möchte ich keine Feldspielerin, denn alle haben am Erfolg erheblich mitgewirkt”, sprach Bernd Marquardt nach dem zweiten Saisonsieg von einer geschlossen guten Mannschaftsleistung. Allerdings heimste Torfrau Julia Esser für ihre Glanztaten schon ein Sonderlob des Coachs ein: „Das war schon Klasse, wie sie gehalten hat”.

Zum dritten Mal in Folge müssen die Roetgenerinnen am kommenden Sonntag wieder zur Kaffeekränzchenzeit um 16 Uhr ran. Diese Anwurfzeit haben sie bis vor wenigen Wochen noch gehasst. Nach dem sie aber zuletzt zweimal zu dieser Zeit erfolgreich waren, sieht der Trainer der Begegnung bei der HSG Siebengebirge/Thomasberg noch nicht mal so skeptisch entgegen: „Wir wissen, dass eine unheimlich schwierige Aufgabe beim Absteiger auf uns wartet. Wenn wir in der Abwehr aber wieder gut stehen, dann können wir vielleicht für die nächste Überraschung sorgen.” Wobei er aber auch zugibt, dass die Aufgabe beim Absteiger ungleich schwieriger wird als die gegen Langerwehe.

Die HSG hat nur drei Minuspunkte auf ihrem Konto. Sie leistete sich bisher eine Niederlage bei Tabellenführer Pulheim und teilte sich mit der SG Ollheim/Straßfeld die Punkte. Die Roetgenerinnen treten im Siebengebirge zwar als Außenseiter an, diese Rolle hatten sie aber auch vor zwei Wochen bei Fortuna Köln und haben die gesamte Liga überrascht.
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