Jugendpfarrer segnet Gottes Gaben beim traditionellen Erntedankgottesdienst

Von: Alfred Mertens
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Jugendpfarrer Hardy Hawinkels zelebrierte den Gottesdienst auf dem Bauernhof der Familie Klein im Imgenbroicher Hengstbrüchelchen. Foto. Alfred Mertens

Imgenbroich. Das Erntedankfest bietet eine gute Gelegenheit, Gott für alles, was auf der Erde wächst und gedeiht, zu danken. Es ist mittlerweile schon zur Tradition geworden, dass die übliche Abendmesse in der Imgenbroicher Pfarrkirche St. Josef auch diesmal wieder auf den Bauernhof der Familie Klein zum Imgenbroicher Hengstbrüchelchen verlegt wurde.

Der für die gesamte Region Eifel zuständige Jugendpfarrer Hardy Hawinkels zelebrierte den gut einstündigen sehr gut besuchten Gottesdienst in der herrlichen Atmosphäre des Hofes von Toni und Alice Klein. 2008 wurde der Erntedankgottesdienst zum ersten Mal auf dem Hof durchgeführt.

Mit allerlei Wetterkapriolen musste die Familie Klein in den zurückliegenden Jahren vorlieb nehmen, und der Gottesdienst musste aufgrund von Regenfällen auch schon einmal zur Kirche verlegt werden. Diesmal jedoch wurden die Organisatoren bei angenehmen Temperaturen für die Mühen zur Herrichtung des Hofes belohnt. Für musikalische Begleitung am Keyboard sorgte Ralf Dederichs. „Es ist für mich ein kleines Abenteuer, die Messe hier auf dem Hof durchführen zu können. Ich kann mit Genugtuung feststellen, dass heute alle Beteiligten sehr entspannt wirken. Selbst Spikey, der Hund des Hofes, zieht gelassen seine Kreise in unserer Mitte. Es ist schön, dass wir heute vielen Menschen für die Ernte danken können.

Stellvertretend möchte ich hierfür die Landwirte, die die Ernte eingefahren haben, und die Bäcker, die das Brot für uns gebacken haben, nennen. Um die Winterkälte in den Herzen zu überstehen, brauchen wir die Sonnenstrahlen eines Lächelns. Um die Traurigkeit zu verlieren, benötigen wir tröstende Worte. Die bunten Farben schenken uns den Blick für die Vielfalt des Lebens“, betonte Hawinkels. An einem besonderen Altar, einem Siloballen mit vielen typischen Symbolen des Erntedankes, wie Kartoffeln, Kürbisse, Äpfel, Möhren, Brötchen, Kürbisse, Salaten und vielen Pflanzen, wurde der Gottesdienst gefeiert.

Unter der Federführung von Ursula Schulz-Sohr hatten Katja Rokitta, Kerstin Scheuer, Daniela Schreiber und Marita Wald mit den Kindern der ersten und zweiten Grundschulklasse – unterstützt von Claudia Bierganz (4. Klasse) und Niklas Rokitta (5. Klasse) – das Theaterstück Frederick zum Erntedankgottesdienst einstudiert. Dabei hatten viele Mäuse Wintervorräte gesammelt und in die Scheune gebracht. Fleißig arbeiteten die Mäuse bis auf Frederick, der Sonnenstrahlen und Farben für die kalten, dunklen Wintertage einsammelte. Nach und nach waren jedoch alle Erntevorräte aufgebraucht und den Mäusen wurde es kalt zwischen den Steinen. Durch die Sonnenstrahlen wurde es den Mäusen wieder ganz warm ums Herz und durch die Farben erinnerten sie sich an rote Mohnblumen, blaue Kornblumen, gelben Weizen und grüne Blätter. Jugendpfarrer Hardy Hawinkels dankte allen Beteiligten, die durch ihren Einsatz die Feier des Erntedankgottesdienstes auf dem Hof der Familie Klein ermöglicht hätten.

Zum Abschluss des Gottesdienstes wurden die Besucher noch zu einer Agape mit Brot und Wein eingeladen. Einige Besucher des Erntedankgottesdienstes hatten noch Lebensmittel für die Monschauer Tafel mitgebracht. „Weitere Lebensmittel können auch noch in den einzelnen Messen der jeweiligen Pfarreien abgegeben werden. Darüber hinaus suche ich noch warme Decken und Schlafsäcke, die ich den Flüchtlingen in einer Turnhalle in Stolberg zur Verfügung stellen möchte.

Um den Flüchtlingen den Einstieg in ihr neues Leben in Deutschland etwas zu erleichtern, beabsichtige ich, auch einen Nachmittag zum Basteln einzurichten und einen Magier zu verpflichten“, betonte Alice Klein, die zufrieden feststellen konnte, dass „der Erlös des Flohmarktes und der Tannengrünaktion fast in vollem Umfang den Flüchtlingen zugutekommen wird“.

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